16.01.2024

Der Mythos der ukrainische Raketenabwehr


Liebe Genossen und Freunde,

es gibt da so einen Spruch, dass … wenn man Wasser eintausend Jahre lang bespricht, es anfängt zu kochen.
In den letzten Wochen wurden häufig massive Raketen- und Drohnenangriffe der russischen Streitkräfte auf Objekte im ukrainischen Hinterland gemeldet.
Aus meiner Sicht dürften dies Vergeltungsschläge für die Angriffe auf städtische Infrastruktur und Zivilisten in Belgorod und auf das Große Landungsschiff Nowotscherkassk sein.
In diesem Zusammenhang werden in unserer Edelmedien unisono ukrainische Meldungen unkommentiert und ungeprüft übernommen, die ukrainische Luftabwehr sei in der Lage, über 90 % der einfliegenden Luftangriffsmittel vom Himmel zu holen.

Nun bin ich mir aber sicher, dass man möglicherweise Wasser nur durch bequatschen zum Kochen bringen kann, aber durch Reden, Beten oder Beschwören keine einfliegenden Raketen oder Drohnen vom Himmel holt.
Nun bin ich nicht als Fla-Raketen-Offizier ausgebildet, aber so viel habe ich doch begriffen, es gibt einen himmelweiten Unterschied zwischen der Luftverteidigung Deutschlands im 2. Weltkrieg und den Prinzipien der heutigen Luftabwehr.
Damals wurde mit der Fla-Artillerie (8,8-Flak) um die zu verteidigenden Räume herum Sperrfeuer geschossen. Direkte Treffer waren nicht unbedingt gewollt, Beschädigungen durch Splitterwirkung – ja. Eigentlich ging es darum, die Bomberformationen in höhere Bereiche zu zwingen, das bewirkte eine geringere Treffergenauigkeit der Bombenabwürfe.
Aber mit den heutigen Fla-Raketensystemen sollte keiner mehr Sperrfeuer schießen. Die modernen Feuerleit- und Zielsuchsysteme sollten zum direkten Schuss auf ein Luftziel durch maximal zwei Raketen genutzt werden.
Werden aber wie im nachfolgenden Artikel dargelegt, alle vorhandenen 32 Raketen der um Kiew stationierten Patriot-Systeme gegen einfliegende Hyperschallraketen gestartet, so schätze ich das als Ausdruck der Hilflosigkeit oder von Panik ein.

Vielleicht haben wir im Verband aber doch noch einen Fla-Raketen-Offizier, der hier noch mal fachlich kompetent nacharbeitet.

Im Folgenden möchte ich Euch einen Artikel aus dem Internet zur Kenntnis geben, der sich mit den „Erfolgen“ der ukrainischen Luftabwehr auseinander setzt.
Der Autor geht dabei nicht einmal auf Ausbildungsstand und Einsatzprinzipien ein, sondern bemüht nur die mathematische Wissenschaft und die finanziellen Möglichkeiten der westlichen Unterstützer.
In die Übersetzung des Artikels eingefügte Kommentare habe ich kursiv eingefügt.

 


The Fantasy Of Missile Defense In Ukraine

www.moonofalabama.org
Posted by b on December 22, 2023 at 12:53 UTC

 

(Beginn der Übersetzung)

22. Dezember 2023

Das Märchen über die ukrainische Raketenabwehr

Im Oktober 2022 machte ich mich über die Propaganda westlicher Medien lustig, die Russland als unfähig darstellte, den Krieg aufrechtzuerhalten:
Russland, dem „die Raketen ausgegangen sind“, feuert ein Trommelfeuer auf die Ukraine ab.
Im März (2023) warnte ich erneut, dass Lügen keine Kriege gewinnen.

Hier ein weiteres praktisches Beispiel:
Nachdem angeblich „die Raketen“ und, was noch wichtiger ist, die Geduld ausgegangen war, beschloss die Führung der Russischen Föderation, ukrainische Städte mit einem „Trommelfeuer von Raketenangriffen“ von der Elektrifizierung zu befreien.

Aber zunächst kam die Propagandablase: …
Es folgten 25 Schlagzeilen westlicher Medien, in denen behauptet wurde, dass Russland keine Raketen mehr habe.

In jüngerer Zeit sehen wir häufig Behauptungen der ukrainischen Regierung, sie habe 43 der 32 an diesem Tag von Russland gestarteten Drohnen sowie 5 von 3 Überschallraketen abgeschossen.

Lachhafter Unsinn.

Aber langsam, ganz langsam haben sich die Ukrainer und die Medien dazu entschlossen, Dinge zu beschreiben, die näher an der Realität, aber noch nicht an der Realität sind:
Kiew erklärt, dass Russland bisher im Krieg 7.400 Raketen und 3.700 Shahed Drohnen abgefeuert habe – soweit Reuter.

Russland habe während seiner 22 Monate dauernden Invasion rund 7.400 Raketen und 3.700 Shahed-Angriffsdrohnen auf Ziele in der Ukraine abgefeuert, sagte Kiew am Donnerstag und verdeutliche damit das enorme Ausmaß der Luftangriffe Moskaus.

Jetzt kommt eine einfache Rechnung:

Die ukrainische Luftabwehr sei in der Lage gewesen, 1.600 der Raketen und 2.900 der Drohnen abzuschießen, sagte Luftwaffensprecher Yuriy Ihnat in Fernsehkommentaren. „Wir stehen vor einem enormen Aggressor und wir wehren uns“, sagte er.

Der Abschuss von Drohnen, die relativ langsam sind und tief fliegen, ist weder schwierig noch teuer. Oftmals muss man nur ein paar Maschinengewehre auf dem Kurs haben, auf dem eine Drohne fliegt.
Raketen abzuschießen ist etwas ganz anderes.
Aufgrund ihrer Flugbahn und Geschwindigkeit benötigt man teure Raketenabwehrsysteme. Die von diesen Systemen abgefeuerten Raketenabwehrraketen haben einen hohen Preis. Eine Patriot-Rakete kostet etwa 2.000.000 US-Dollar, neuere Modelle kosten mehr.
Routinemäßig werden zwei auf jedes potenzielle Ziel abgefeuert.

Wenn die Ukraine wirklich 1.600 Raketen abgeschossen hat, was ich sehr bezweifle, kann man die enormen Kosten eines solchen Unterfangens leicht berechnen.

Es gibt Gründe, warum Patriot-Raketen nur in Hunderten und nicht in Tausenden pro Jahr hergestellt werden.

Kein Land der Welt kann einem solchen Ansturm standhalten, ohne dass ihm die Verteidigungsmaßnahmen ausgehen oder es bankrott geht.

Vor einigen Monaten wurde ein von den USA geliefertes Patriot-System bei Kiew angegriffen.
Das war damals der 1. Angriff mit „Kinshal“.

Eingestellt auf Automatikmodus wurden 32 Raketen abgefeuert (Video), ohne dass Treffer auf die imaginären Ziele erkennbar waren. Scott Ritter sagte, dass es den US-Marines nicht gestattet sei, den automatischen Modus ihrer Patriot-Systeme zu verwenden, da dieser bekanntermaßen versagt. Aber die Ukrainer waren nicht darauf trainiert, den manuellen Modus vollständig zu beherrschen.

32 Raketen mal 2.000.000 US-$ sind 64 Mio. US-$ in einer Salve mit NULL Treffern.

Und jetzt erzählen sie uns, dass sie 1.600 Raketen abgeschossen haben? Wie wahrscheinlich ist das?

(Ende der Übersetzung)


Eine einfache Rechnung:
Angenommen, auf nur 500 Ziele wurden jeweils 2 Patriot-Raketen abgefeuert, dann wären das 1000 Raketen. Mit anderen Worten, wären das mindestens 2, eher jedoch vier Jahresproduktionen der USA an Patriot-Raketen. Soviel haben weder die USA noch die restliche NATO geliefert.

Kosten für 500 Ziele mit 1000 Patriot-Raketen betragen in US-$:

1000 mal 2 Mio. US-$ gleich 2 Milliarden US-$.

Bleiben noch 1.100 weitere als „abgeschossene“ deklarierte russische Raketen.
Mal 2 Abwehrraketen wären das 2.200 Abwehrraketen. Das sind Raketen sehr unterschiedlichen Typs. Bei „netter“ Betrachtung zugunsten der Ukraine nehmen wir mal als Preis im Durchschnitt 500.000 US-$ pro Rakete an.
Das sind dann:
2.200 mal 500.000 US-$ gleich 1,1 Mrd. US-$.
Diese Zahlen zeigen, dass alle Abschussmeldungen der Ukraine nichts als Propaganda sind, um die Stimmung bei Politikern, NATO-Staaten und im Volk hochzuhalten.

Weder haben die liefernden NATO-Staaten so viel Geld für die infrage stehenden Raketen, noch haben sie so viele auf Lager.

DAZU kommt, dass auch auf die anfliegenden russischen Drohnen (Geran) oft mit Raketen geschossen wird.
Eingangs haben wir ja nur ballistische und Flügelraketen betrachtet.
Diese Drohnen sind zwar oft „nur“ eine Mischung aus gewaltsamer Aufklärung und Opferdrohne, um den Weg frei zu machen für die nachfolgenden teureren Flügelraketen und ballistischen Raketen. Sie haben aber alle ein Ziel im Computer und Sprengstoff im Gefechtskopf und müssen bekämpft werden. Das geht nicht nur mit MGs. Schon gar nicht nachts.

Eines zeigt sich aber immer wieder; alles, was in den Himmel fliegt, kommt wieder runter.
Gerade in großen Städten richten deshalb die „Reste“ der ukrainischen Fla-Raketen zunehmend schwere Schäden an. Wenn DIE runterkommen, treffen sie sozusagen blind alles, was da gerade ist.
Je mehr russische Flugkörper anfliegen und je mehr ukrainische Fla-Raketen darauf abgefeuert werden, umso größer werden die Schäden, die die ukrainischen Abwehrraketen wieder unten anrichten.
Die Ukraine hat kein sinnvoll gestaffeltes und in sicherer Entfernung von den Städten arbeitendes System der Luftverteidigung mehr.
Das, was noch da ist, schießt faktische jede Nacht mit allen verfügbaren Waffen wild um sich. Verständlich, denn die Alternative gibt es nicht. So ist denn der Zustand der ukrainischen Luftverteidigung auch nur Teil des allgemeinen Zustandes des Landes und seiner Streitkräfte.
Hinterher wird man vielleicht in der Ukraine sagen: wir wären mit mehr Vernunft besser dran gewesen. Die Zukunft des Landes ist bereits heute klar.

PS
Deutschland hat 3 IRIS-Fla-Systeme in die Ukraine geliefert.
Davon wurden 2 aus dem Bestand der Bundeswehr entnommen, ein Drittes „durfte“ die Bundeswehr käuflich erwerben und mit liefern.
Nun kursierte in Internet ein Video über die Zerstörung eines dieser IRIS-Systeme.
Der erste Luftschlag wurde gegen das Funkmeß/Feuerleitsytem geführt. Anschließend wurden die blind und taub gewordenen Raketenstartsysteme zerstört.
Die beiden anderen Systeme sollen in der Nähe von Charkow ebenfalls zerstört worden sein.
Systempreis: 146 Mio. US-$, also 438 Mio. US-$, einfach mal so verbrannt.

Nun kann man ja davon ausgehen, dass, weil den USA derzeitig die Möglichkeiten beschnitten sind, sich der Präsident der USA an unseren Bundeskanzler wenden wird, zwecks Ersatzlieferung für die zerstörten Systeme.
Also nochmal her mit 438 Mio. US-$.
Außerdem müssen die aus dem Bestand der Bundeswehr entnommenen 2 Systeme auch wieder beschafft werden – 292 Mio. US-$.
Kann mal einer zusammenrechnen?
Ich komm auf 1.168 Mrd. US-$.

Aber war da nicht was mit Haushaltkrise und riesiger Haushaltlücke?
Also woher nehmen?
Vielleicht kann die Regierung, nachdem sie bereits begonnen hat, die Sozialkassen zu plündern, die für Juli 2024 vorgesehene Rentenerhöhung absagen und das Geld zum Verbrennen in die Ukraine umleiten.
Schließlich würden die Rentner dieses Geld ja auch nur vernaschen.
Und eine der Wirtschaftsweisen (hätte sie mal geschwiegen, … ) hat ja schon eine UkraineSoliSteuer vorgeschlagen.

Also Ihr seht, im neuen Jahr wird es nicht besser, höchstens anders.

Siegfried Eichner,
Oberstleutnant a.D.

 

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