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200 Jahre Völkerschlacht bei Leipzig,
Gedanken und Gedenken an die Patrioten  Scharnhorst, Gneisenau, Clausewitz u.a

von

Generalmajor a.D. Sebald Daum

15.08.2013
 

Wenn in diesem Jahr, insbesondere in der Stadt Leipzig, an die vor 200 Jahren erfolgte Schlacht gegen Napoleon durch die Verbündeten Armeen der Russen, Preußen, Schweden und Österreicher als der „Völkerschlacht bei Leipzig“ wieder gedacht wird, so ist es für uns als ehemalige Angehörige der Nationalen Volksarmee und als Mitglieder des „Verbandes zur Pflege der Traditionen der Nationalen Volksarmee und der Grenztruppen der DDR“  notwendig und verständlich,  vor allem an die Persönlichkeiten, Patrioten und Reformer in der deutschen Geschichte und an deren Reformarbeit zu erinnern, die in der Tradition der Nationalen Volksarmee eine besondere Rolle spielte.

Zu ihnen gehörten insbesondere die Offiziere Gerhard von Scharnhorst, dessen Todestag sich am 28.06. 1813 zum 200 mal jährte, Neidhardt von Gneisenau, Carl von Clausewitz, Hermann von Boyen, Karl von Grolmann, aber auch der  greise Marschall Blücher,  Freiherr von Lützow und  Major Schill.

Auch wenn ihre Herkunft, ihre Lebensläufe unterschiedlich waren, angesichts der Erfolge des bürgerlichen Frankreichs, des fortschrittlichen Denkens in Kreisen des Bürgertums, den Zeiten des „Sturm und Dranges“ und der Schmach des Niederganges Preußens, wuchs bei ihnen frühzeitig  die Erkenntnis, dass im Staat gesellschaftliche und militärische Umwälzungen notwendig sind. Die in ihren Dienstjahren in verschiedenen Armeen jener Zeit gesammelten Erfahrungen und die insbesondere daraus durch Scharnhorst, Gneisenau und  Clausewitz gezogenen Schlußfolgerungen wiesen auf die Notwendigkeit von Veränderung, insbesondere in Organisation, Aufbau, Ausbildung und Einsatzprinzipien der preußischen Armee hin. Anfängliche Versuche von Scharnhorst, Gneisenau und von Boyen in der Armee solche Veränderungen einzuführen, scheiterten am Widerstand der alten Ordnung. So setzte sich sich bei den fortschrittlichen Militärs die Erkenntnis durch, dass Änderungen im Militärwesen nur bei Veränderungen im gesamten Staatsgefüge zu realisieren sind.

Die vernichtende Niederlage Preußens bei Jena und Auerstadt und der den Preußen am 09. Juli 1807 aufgenötigte Frieden von Tilsit, der zur endgültigen Unterwerfung unter das Diktat Napoleons führte, gab den Reformern den Anstoß aktiver zu werden. In dieser schweren Krise des alten preußischen Staates erkannten auch große Teile des Adels und der König selbst, die Notwendigkeit von Veränderungen, insbesondere im Militärwesen. Wollten sie ihren Staat erhalten und den Widerstand gegen Napoleon vorbereiten, mußten sie notgedrungener Weise diese Aufgabe, jenen überlassen, die sie  vor Jena und Auerstadt geschmäht hatten. 

Reichsfreiherr von und zum Stein, ein progressiv denkender Patriot wurde Staatsminister, Generalmajor von Scharnhorst zum Vorsitzenden der Militärreorganisationskommision eingesetzt. In die Kommission wurden dann die Offiziere von Boyen, von Grolmann und auch Gneisenau berufen. 1809 holte Scharnhorst auch Clausewitz in die Kommission.

Die nun eingeleiteten Reformen waren eine Reform von oben. Um als Voraussetzung für den nationalen Widerstand und die Befreiung vom Diktat Napoleons das Verhältnis von Volk und Armee zu verändern,  mussten auch dementsprechende Veränderungen in der Gesellschaft eingeleitet werden. In der kurzen Amtszeit Steins (1807 – 1808) wurden die entscheidenden Gesetze erlassen. Danach setzte Hardenberg die Reformen fort. 

So wurde zur Festigung der Verwaltung Preußens mit Gesetz von 1808 die Kabinettsregierung abgeschafft und dafür Fachministerien, wie das Innen-, Finanz-, Außen-, Justiz- und Kriegsministerium eingeführt.

Im weiteren wurde

-          mit dem Oktoberedikt von 1807 die Leibeigenschaft abgeschafft

-          die Städteordnung von 1808 erlassen

-          die Zunftordnung abgeschafft und die Gewerbefreiheit eingeführt sowie

-          auf Betreiben Wilhelm von Humboldts, die Bildungsreform durchgeführt.

Zum Aufbau einer schlagkräftigen Armee, der Aufnahme des Kampfes gegen Napoleon  und der Wiedererlangung der Unabhängigkeit Preußens war jedoch die Militärreform von entscheidender Bedeutung.

Die bestimmenden Teile dieser Reform waren:

- die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht für alle wehrfähigen Männer. Jeder männliche Bürger sollte  zur Vaterlandsverteidigung verpflichtet werden.

-  die Aufhebung des Adelsprinzips für Offiziere. Jetzt sollten die Offiziere allein durch Kenntnis, Bildung und fachliches Können eingesetzt werden,

-  die Schaffung des Kriegsministeriums (Kriegsdepartements) als zentrale Militärbehörde für die Heeresverwaltung und Kommandoführung (wurde von Scharnhorst besetzt), dem Militär-Ökonomie-Departement und dem Kriegskommissariat

-  die Schaffung des Generalquartiermeisterstabes, als den zukünftigen Generalstab, dessen Führung ebenfalls Scharnhorst übertragen wurde.

Im Ergebnis der ersten Maßnahmen der Militärreform wurden zwischen 1806 bis 1809 z.B. von den 142 preußischen Generalen 103 kassiert oder entlassen.

Der organisatorische Aufbau der Armee folgte dem französischen Beispiel. Preußen wurde in 6 Militär-kantone und die Armee in ebenso viele Brigaden eingeteilt.

Die Prügelstrafe wurde aufgehoben. Die Werbung von Ausländer für den Wehrdienst verboten.

Um die neuen Offiziere heranzubilden, wurden ab Mai 1810 Kriegsschulen in Königsberg, Breslau, und Berlin eröffnet. Hier sollten vordergründig Generalstabsoffiziere ausgebildet werden.

Um die Pariser Konvention von 1808 (Beschränkung der Armee Preußens auf 42 000 Mann) zu umgehen, wurde das „Krümpersystem“ eingeführt, d.h., jede Kompanie beurlaubte monatlich 3 – 8 Soldaten, um dafür die gleiche Anzahl neuer Soldaten zur Ausbildung einzuberufen. Damit wurde  bereits bis 1811 eine  Reserve an ausgebildeten Soldaten von 30 000 Mann geschaffen.

In der Ausbildung wurde der Exerzierdrill abgeschafft, das Üben in den Mittelpunkt der Ausbildung gestellt. Insbesondere wurde das Scheibenschießen, der praktische Felddienst in der geöffneten und tiefen Gefechtsordnung, im aufgelösten Feuergefecht geübt.

Trotz vieler Veränderungen, wurden die Grenzen der Reformen und das Tun der Reformer offensichtlich durch  das Weiterbestehen der Kommandogewalt der Krone eingeschränkt.

Als im August 1808 durch Stein, Scharnhorst und Gneisenau dem König Friedrich Wilhelm III eine Denkschrift mit der Forderung ein Bündnis mit Österreich einzugehen und die Volksbewaffnung durchzuführen, überreicht wurde, lehnte er das ab. Er verfügte auch, auf Forderung Napoléons, dann die Ablösung Steins als Minister.

Der im April 1809 begonnene Krieg Österreichs und der Tiroler Aufstand gegen Napoleon und deren Niederlage veränderten auch die Lage in Preußen. Einerseits verstärkte sich der Wille im Volk zum Widerstand und zur Durchführung eines Aufstandes. Wir erinnern uns an den Kampf  der Schillschen Husaren gegen die Besatzer.  Anderseits wurden die Reformer in das Abseits gedrängt. Scharnhorst wurde seines Postens enthoben, Gneisenau ging von selbst.  Auch Clausewitz, Stein und von Boyen  verließen, nachdem der König sich den Forderungen Napoleons beugte und ein Hilfskorps für den Krieg gegen Russland stellte,  die preußische Armee und traten 1812 in russische Dienste. 

Nach der Niederlage Napoleons in Russland war General York durch Mitwirkung von Clausewitz  zur „Konvention von Tauroggen“ bereit, einem Neutralitätsabkommen mit dem russischen General Diebitsch.

Dieses Abkommen wirkte wie ein Signal für den Aufstand gegen die Fremdherrschaft. Der König wurde zum Waffenbündnis mit Russland gezwungen. Scharnhorst übernahm wieder das allgemeine Kriegsdepartement. Ein Zeichen des Widerstandes war auch die Bildung des Lützowschen Freikorps unter Major Freiherr Adolf von Lützow.  Grundlage für die Aufstellung dieses und weiterer Freikorps war eine Allerhöchste Kabinetts-Ordre vom 3. Februar 1813 über die Aufstellung freiwilliger Jägerdetachements, von der auch der Beiname „Lützower“ oder „Schwarze Jäger“ herrührt, obwohl nur ein kleiner Teil der Truppe tatsächlich aus Jägern bestand.

Scharnhorst nahm die Stellung des Generalstabschef der Schlesischen Armee bei Marschall Blücher ein. In der Schlacht bei Großgörschen am 2. Mai wurde er verwundet und starb im Juni 1813 in Prag an den Folgen der Verwundung, als er unterwegs war, um mit Metternich  Absprachen zur Teilnahme Österreichs am Krieg gegen Napoleon  zu führen.

Napoleon konnte diese Schlacht bei Großgörschen nochmal gewinnen, aber beide Seiten hatten große Verluste und so wurde eine Kampfpause vereinbart, die Preußen nutzte, um die Koalition mit Österreich und Schweden zu vereinbaren, und ein Bündnis mit England einzugehen. Nach Ende des Waffenstillstands kam es bei Dresden, Großbeeren, an der Katzbach, bei Kulm, Dennewitz,  zu weiteren Schlachten und Gefechten, die die Verbündeten in eine bessere Lage brachte.

Für Feldmarschall Blücher und seinen Generalstabschef Gneisenau, waren all diese Kämpfe nicht energisch genug, deshalb ging er mit seiner Schlesischen Armee zur Offensive über, überschritt am 3. Oktober die Elbe, stieß bis zur Saale vor und schuf so bessere Bedingungen für die Schlacht bei Leipzig.

In der Völkerschlacht bei Leipzig  kam es zwischen den Armeen der Verbündeten und den Truppen Napoleons  zur Entscheidungsschlacht. Mit dieser Schlacht wurde Napoleon eine vernichtende Niederlage bereitetet und damit die  Voraussetzung geschaffen, Preußen und auch die anderen deutschen Staaten von der Fremdherrschaft zu befreien.

In der Traditionspflege in der NVA wurden die Leistungen der Reformer und Patrioten der Befreiungskriege  gewürdigt. Sie waren mit den Heeresreformen in der Preußischen Armee trotz  unzähliger Widrigkeiten und Widerstände in der damaligen Zeit entscheidende Wegbereiter für eine  Umgestaltung im Militärwesen. 

Sie waren aber  auch Theoretiker, Vorbereiter und militärische Führer des Volksaufstandes gegen die napoleonische Fremdherrschaft.

In der DDR fand die Würdigung dieser Patrioten  ihren Ausdruck  darin, dass der höchste militärische Orden der Nationalen Volksarmee  der Scharnhorst Orden war.

Er wurde 10 mal an hohe militärische Kader der DDR, 12 mal an ausländische Militärs, 12 mal an Truppenteile, Verbände und Einrichtungen der Nationalen Volksarmee und der Grenztruppen der DDR sowie an die FDJ und die GST durch den Staatsratsvorsitzenden verliehen. Sie zeigte sich weiter  in der Verleihung der Namen dieser  Patrioten  als Ehrenname an Truppenteile und Verbände der Nationalen Volksarmee.

So erhielten die Ehrennamen:

–  Theodor Körner, - das GAR – 8 in Domnitz, am 07.Oktober 1964, 

–  Neidhardt von Gneisenau, - das Grenzregiment – 25 in Oschersleben, am 01.März 1968,

–  Adolf von Lützow, - das HG – 54 in Basepohl (später KHG – 5), am 01.März 1980,

–  Ferdinand von Schill, - das KHG – 67 in  Cottbus (später KHG – 3), am 07.Oktober 1984,

–  Carl von Clausewitz, - das Ausbildungszentrum -15 (später  AZ-19) in Burg, seiner Geburtsstadt, am 01.03.1986, 

–  Gebhard Lebrecht von Blücher, - das JBG – 77 in Laage, am 01.März 1987. 

Diese Traditionen weiter zu pflegen und zu vermitteln, ist auch heute das Anliegen des „Verbandes zur Pflege der Traditionen der Nationalen Volksarmee und der Grenztruppen der DDR e. V.“.

 

Die Völkerschlacht bei Leipzig und die NVA der DDR

von

Kapitän zur See a.D. Horst Kerzig

 15.08.2013

In vielen ehemaligen Garnisonen der NVA und der Grenztruppen der DDR haben sich Gruppen ihrer Angehörigen z. T. seit vielen Jahren zusammengefunden und leisten eine vielfältige Arbeit, um die Erinnerung an unseren Ehrendienst wachzuhalten. Teilweise ist das verbunden mit Technikschauen, offenen Veran-staltungen, wie z. B. in Eggesin, Schwerin, Halle, Dresden und Leipzig. Dabei geht es keinesfalls um Nostalgie Ewiggestriger, sondern um Menschen, die viele Jahre ihres Lebens – oft mit vielen Opfern für sie und ihre Familien verbunden – dem Frieden und dem Sozialismus dienten, die berechtigt dafür sorgen wollen, dass die historischen Leistungen unseres Tuns weder verfälscht noch vergessen werden.

Die bewaffneten Kräfte der DDR hatten nicht wenige Bewährungsproben im Verlauf ihrer Geschichte zu bestehen. Es war der 17. Juni 1953, die Schließung der Staatsgrenze in Berlin, die Kuba-Krise, die ständigen Provokationen an der Staatsgrenze zur BRD, denen unsere Grenzer ausgesetzt waren, aber auch Probleme, die sich daraus ergaben, dass unser Projekt – Sozialismus auf deutschem Boden – naturgemäß in vielem Neuland war, mit Irrtümern und Fehlern behaftet.

In unserer Traditionsarbeit werden wir auch nicht vergessen, dass uns die Gegner des Sozialismus politisch, ökonomisch und ideologisch oft gnadenlos bekämpften. Wir überlassen die Deutungshoheit niemandem, der uns bei jeder Gelegenheit verleumdet, uns auf unsere Schwächen reduziert, um unser Leben in den Augen des Volkes „neu“ zu schreiben und uns und den Sozialismus zu diskreditieren. Dafür nutzen wir auch solche Jahrestage wie die 200. Wiederkehr der Schlacht in und um Leipzig.

Auch hier stehen wir wider den Mainstream der Herrschenden. Wenn in Leipzigs Schrift zu diesem Gedenktag Herr Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments, schreibt, dass „schon damals … die Staatenlenker bemüht waren, aus den Verheerungen und Verwüstungen der Kriege die richtigen Schlüsse zu ziehen“, dann muss man dem energisch widersprechen. Sie haben es bis heute nicht getan. Deutsche Soldaten überziehen schon wieder andere Völker mit Krieg. Solange es den Warschauer Vertrag gab, wurde bereits den Anfängen, mit Waffengewalt Weltprobleme lösen zu wollen, Einhalt geboten.

Das Gedenken an die Opfer und  die Verwüstungen in der Völkerschlacht (es starben hier mehr als Leipzig damals Einwohner hatte) darf nicht missbraucht werden. Wie viele Reiche darüber denken, zeigt ein Beispiel anschaulich: „Der Erlös aus den schriftlichen Bitten um Spenden an 2000 deutsche Millionäre deckt nicht einmal die Versandkosten“ (aus der o. g. Schrift S. 27).

Wie ernst es „die Staatenlenker“ mit den richtigen Schlüssen  meinten, zeigt auch die Tatsache, dass ein knappes Jahr nach der Weihe des Völkerschlachtdenkmals von Leipzig das kaiserliche Deutschland den Ersten Weltkrieg verschuldete.

Leipzigs Oberbürgermeister, SPD-Politiker Jung, schreibt „Wir feiern ein großes Fest des Friedens und der Verständigung“ und vergisst dabei, dass deutsche Soldaten schon wieder im Krieg sterben.

Wir ehemaligen Angehörigen der NVA und der Grenztruppen der DDR gedenken aus Anlass dieses Jahrestages des heroischen Kampfes der deutschen und preußischen Patrioten – Freiherr von Stein, Scharnhorst, Gneisenau, aber auch Marschall Blücher u. a. – die gemeinsam mit ihren russischen, österreichischen, schwedischen und englischen Waffenbrüdern Napoleon die zweite große Niederlage – nach Borodino– beibrachten.

Wir handeln damit auch im Sinne der Großen französischen Revolution von 1789. Wenn die höchste militärische Auszeichnung der DDR der Scharnhorst-Orden war, wenn wir den Kunstpreis der NVA nach Theodor Körner benannten, dann zeugt das von unserem Traditionsverständnis. Sicher, auch die Bundeswehr erinnert an Scharnhorst, aber auch an Rommel, Dietl, Tirpitz und viele andere Parteigänger Hitlers.

Allein über 40 Traditionsverbände der Waffen-SS trieben ihr Unwesen in Westdeutschland. In der DDR – undenkbar. Auch dafür standen wir als Soldaten des Friedens und des Sozialismus.

Wir wollen die Gedenktage um die Völkerschlacht in Leipzig mit begehen, aber im Sinne und Vermächtnis der Völkerverständigung – besonders mit den Völkern Russlands und Frankreichs, denn wir haben schon lange den richtigen Schluss aus dem damaligen Gemetzel gezogen: von deutschem Boden darf niemals wieder Krieg, sondern nur Frieden ausgehen.

Wir dienten in der NVA und den Grenztruppen der DDR dafür mit den Waffen in der Hand. Heute ist uns die Sprache, das Wort als Waffe geblieben. Wir sollten es richtig nutzen, das gilt auch jenen, die vor lauter Selbstsucht das gemeinsame Anliegen mitunter vergessen. Auch aus diesem Anlass heißt es Gemeinsames über Trennendes zu stellen, um – gleich an welchem Platz wir gedient haben -, unter Beweis zu stellen, dass wir aus der Geschichte gelernt haben und ihre Deutung niemanden überlassen.

Der Befreiungskrieg 1813 war für das deutsche Volk ein Akt des erwachten Selbstbewusstseins, sich gegen jegliche Unterdrückung zu wenden. W. I. Lenin würdigte diese Haltung in seiner Schrift „Seltsames und Ungeheuerliches“ hoch.

(W. I. Lenin Ausgewählte Werke Bd. II S. 319)

Es muss heute Anlass sein, gegen Verfälschungen und Nationalismus aufzutreten, reaktionäre Missdeutungen nicht zuzulassen. Es wird Zeit, dass deutscher Boden von allen ausländischen Truppen verlassen wird. Dann werden wir das Vermächtnis der deutschen Patrioten von Stein, Scharnhorst, von Lützow u. a. am besten erfüllen.

 

Heinz Bilan

Generalmajor a.D.

 

 

 

 

 

 

 

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