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Ehrenname RG Halle
„Generalmajor Hermann Vogt“

verliehen am 01. März 2021

Generalmajor Hermann VogtHermann Vogt, Sohn eines Tischlers, war nach dem Schulabschluss von 1931 bis 1932 als Bote in einer Buchhandlung tätig, ehe er 1932 als Berufssoldat in die Reichswehr eintrat. Er diente ab 1938 als Feldwebel der Infanterie und geriet 1942 in sowjetische Gefangenschaft. Dort besuchte er Antifa-Schulen und arbeite 1944 und 1945 als Armee-Bevollmächtigter des Nationalkomitees Freies Deutschland im Bereich der Leningrader Front sowie der 1. Ukrainischen Front.
Nach seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft wurde er faktisch als Aktivist der ersten Stunde zum 20. Mai 1945 Leiter der Schutzpolizei im Polizeipräsidium Dresden und trat im August 1945 der KPD bei. Ab 1948 war er zunächst Leiter der Abteilung Grenze und Bereitschaften im Polizeipräsidium Weimar und im Jahr darauf Leiter der Volkspolizei-Schule Naumburg. Zwischen 1950 und 1952 war er dann Leiter der VP - Bereitschaft Zittau. Nach einem Sonderlehrgang in der UdSSR erfolgte 1953 seine Ernennung zum Leiter der Dienststelle der Kasernierten Volkspolizei (KVP) in Halle (Saale). Am 11. Oktober 1956 wurde er als Oberst zum Kommandeur von deren Nachfolgeeinheiten, der 11. MSD (Motorisierten Schützendivision ), berufen. Diese Dienststellung erfüllte er bis August 1960. Im Frühjahr 1957 fand unter seiner Leitung die erste Divisionsübung der 11. MSD im Harzvorland und den Räumen Sangerhausen – Nordhausen statt. An dieser Divisionsübung nahmen alle TT und Einheiten der 11. MSD teil. Es war die erste große Bewährungsprobe der jungen Division.
Am 15. August 1960 wurde er 1. Stellvertreter des Chefs des Militärbezirks III in Leipzig.
Von 1962 bis1964 besuchte er die Generalstabs-Akademie der Streitkräfte der UdSSR, die er mit dem akademischen Grad eines Diplom-Militärwissenschaftlers abschloss. Nach seiner Rückkehr aus der Sowjetunion war er bis 1969 wiederum 1. Stellvertreter des Chefs des Militärbezirks III, wo am 01. März 1966, dem 10. Jahrestag der Gründung der NVA, auch seine Ernennung zum Generalmajor erfolgte. Von 1969 bis 1973 war er zunächst Leiter der Hauptabteilung Militär im Ministerium für Hoch- und Fachschulwesen, ehe am 01. Mai 1973 seine Akkreditierung als Militär-Attaché der Botschaft der DDR in der UdSSR erfolgte. Wegen schwerer Erkrankung wurde er am 31. August 1976 in den Ruhestand versetzt. Gestorben am13. April 1978, wurde er auf dem Zentralfriedhof Berlin-Friedrichsfelde beigesetzt.
Für seine Verdienste beim Aufbau der bewaffneten Organe der DDR wurde er 1975 mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Gold, im Weiteren mit dem Kampforden „Für Verdienste um Volk und Vaterland“ in Silber und mit der Medaille für Kämpfer gegen den Faschismus 1933 – 1945 ausgezeichnet.
Unsere Regionalgruppe ist stolz auf die Verleihung des Ehrennamen „Generalmajor Hermann Vogt“, weil er durch seine zielstrebige Arbeit beim Aufbau der Streitkräfte, so besonders als 1. Kommandeur unserer stolzen 11. MSD in den Jahren der Gründung des Verbandes, Ansporn ist die Traditionen unserer Friedensarmee noch wirksamer zu popularisieren.
Noch zu erwähnen ist, dass die Panzerjägerabteilung -11 (PJA-11) in der damaligen Kaserne „Bernhard Koenen“ in Halle stationiert, sich mit hervorragenden Leistungen in der politischen und Gefechtsausbildung um den Ehrennamen „Hermann Vogt“ verdient gemacht hat. Ihr wurde dieser Ehrenname am 24. Februar 1986 verliehen.

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