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Bernard Koenen

kommunistischer Parteifunktionär und Politiker
geboren 17. Februar 1889 in Hamburg
gestorben 30. April 1964

Bernard Koenen trat in seinem letzten Lehrjahr als Maschinenschlosser 1906 dem Deutschen Metallarbeiterverband und 1907 der SPD bei.
Den ersten Weltkrieg erlebte er 1914/16 als Infanterist an der Westfront, wurde aber als roter Agitator auf die Baustelle des Stickstoffwerkes nach Leuna abgeschoben. Als führender Arbeiterfunktionär in den Leunawerken bewirkte er 1917, daß die SPD-Parteiorganisation nahezu geschlossen in die USPD übertrat. 1918/19 war er einer der Vorsitzenden des Vollzugausschusses des Arbeiterrates und 1920 Mitglied der Kampfleitung der Leunawerker gegen die Kapp-Putschisten. Im Dezember 1920 beteiligte er sich maßgeblich an der Vereinigung von USPD und KPD. Nach seiner Teilnahme am Weltkongreß der Komintern 1921 wurde er als Beauftragter des EKKI für Belgien, Niederlande und Frankreich eingesetzt. Ab 1921 führte er das Leben eines Berufsrevolutionärs, u. a. war er Sekretär der Bezirksleitung Halle-Merseburg, Redakteur des KPD-Bezirksorgans „Klassenkampf", Abgeordneter des Landtags der Provinz Sachsen.
Nach seiner schweren Verletzung, die ihm SA-Schläger am „Eislebener Blutsonntag" am 12. Februar 1933 beigebracht hatten, ging er auf Beschluß der Partei in die Sowjetunion, wo er bis 1941 als Org.-Sekretär der IRH und danach als Lehrer an der Antifa-Schule Taliza wirkte.

1945 nach Deutschland zurückgekehrt, arbeitete er bis 1953 in hohen Parteifunktionen (Vorsitzender der KPD- bzw. SED-Landesleitung Sachsen-Anhalt, 1. Sekretär der Bezirksleitung Halle). 1953/58 war er Botschafter der DDR in der CSR, danach bis 1963 erneut l. Sekretär der Bezirksleitung Halle. 1949/54 und seit 1958 war er Abgeordneter der Volkskammer, seit 1960 Mitglied des Staatrates der DDR.

Am 07.10.1986 wurde dem Bataillon Materielle Sicherstellung 11 (11. MSD) der Ehrenname "Bernard Koenen" verliehen.

 

Quelle:
"Ihr Vermächtnis - Unsere Tat"
Material des Militärbezirkes Leipzig, 1988

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