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Egon Dreger

(eigentlich Hans Bojanowski)

Spanienkämpfer und Staatsfunktionär
geboren 28. Juli 1899 in Berlin
gestorben 5. März 1970

Der gelernte Maschinenschlosser trat 1918 dem Metallarbeiterverband und 1919 der USPD bei.
Von der konsequenten Politik der Kommunisten überzeugt, bat er 1922 um Aufnahme in die KPD. An der Seite erfahrener Genossen entwickelte er sich zu einem mutigen Klassenkämpfer.
1931 wurde er Mitarbeiter des zentralen militärpolitischen Apparates des ZK der KPD. Umsichtig erfüllte er seine Aufgaben im Kampf gegen den vom Monopolkapital gesteuerten Faschisierungsprozeß.
Auf Beschluß der Partei emigrierte er 1934 in die Sowjetunion. Hier studierte er und erhielt 1937 eine Ausbildung auf einem Offizierskurs, um sich auf den Einsatz in Spanien vorzubereiten. Dort arbeitete er zunächst im Empfangspunkt für Freiwillige, die an der Seite des spanischen Volkes die Republik gegen die Faschisten verteidigen wollten. Dann erfüllte er als Kaderoffizier und Informationsoffizier der XIII. Internationalen Brigade bzw. des Thälmann-Bataillons seine internationalistische Pflicht.
Dreger, schwer verwundet, wurde nach Frankreich gebracht, wo ihn französische Faschisten bis 1942 in einem Internierungslager einsperrten.

Im November 1943 gelang es ihm, die Sowjetunion zu erreichen. Dort arbeitete er als Redakteur im Sender des NKFD und half, die Wahrheit über den Faschismus zu verbreiten und zum antifaschistischen Widerstand aufzurufen.
1945 kehrte Dreger in die befreite Heimat zurück. Er erhielt den Auftrag, den demokratischen Neuaufbau in Sachsen zu unterstützen. In der Landesregierung Sachsen arbeitete er als Ministerialdirektor und Staatssekretär. Die Regierung der DDR ernannte Dreger 1953 zum Außerordentlichen und Bevollmächtigten Botschafter der DDR in der VR Bulgarien. Aus Gesundheitsgründen 1955 abberufen, verbrachte er die letzten Lebensjahre in Dresden.

Am 01.03.1987 wurde dem Nachrichtenbataillon 7 (7. PD) der Ehrenname "Egon Dreger" verliehen.

 

Quelle:
"Ihr Vermächtnis - Unsere Tat"
Material des Militärbezirkes Leipzig, 1988

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