Ernst Thälmann-Ehrung in Halle an der Saale

Von Oberstleutnant a.D. Klaus Böhme

Thälmann-EhrungAm 18. August 1944, wurde Ernst Thälmann im KZ Buchenwald feige und hinterhältig von der faschistischen SS ermordet. Etwa 45 fortschrittlich denkende Bürger, Kommunisten und Linksdenker trafen sich 75 Jahre nach diesem Verbrechen am Thälmann Denkmal in Halle/S, um diesen großen Vorsitzenden der Kommunistischen Partei Deutschlands, unseren Teddy, zu ehren. Von unserer „Interessengemeinschaft 11.-MSD“ und der Regionalgruppe Halle/S des „Verbandes zur Pflege der Traditionen der NVA und GT der DDR“ e.V. nahmen 8 Genossen teil. Für uns, die wir im ersten sozialistischen deutschen Staat groß geworden sind und dadurch die Traditionen der deutschen und internationalen Arbeiterbewegung, sowie den Kampf um den Frieden bewusst erlebt und mitgestaltet haben, war es eine Selbstverständlichkeit und ein Bedürfnis, uns vor diesem großen Sohn des deutschen Volkes zu verneigen. Ernst Thälmann war uns immer das Vorbild im Kampf um Frieden und gegen Faschismus und Krieg. Aus diesem Kampf schöpfen wir die Kraft für unsere Traditionsarbeit, um diese noch intensiver zu erläutern und den jungen Generationen nahezubringen.

Thälmann-Ehrung

Genossin Iris Harnack, von der KPD, würdigte in ihrer Gedenk­rede Ernst Thälmann nicht nur als prinzipientreuen, klassen­be­wus­sten Führer der KPD, der damals stärksten kommunis­ti­schen Partei Europas, sondern auch seine konsequente Hal­tung gegen alle Schikane der Hitlerdiktatur. Den Hass der Fa­schis­ten hatte er sich schon bei der Reichspräsidentenwahl 1932 zugezogen, als er in seinen Reden die deutsche Arbei­ter­klasse, über alle Parteigrenzen hinweg, warnte: „Wer Hinden­burg wählt Hitler, wer Hitler wählt, wählt Krieg“.

Aber auch die, während seiner zwölfjährigen Einzelhaft gezeigte unerschütterliche Standhaftigkeit, seinen Mut, seine Treue zur Sache und seine Zuversicht, immer wieder für eine bessere, friedliche Zukunft einzutreten, ringen uns Achtung und hohe Anerkennung ab. Diese Haltung brachte er auch in seiner fast ausweglosen Lage, mit den Worten: „Stalin bricht Hitler das Genick“ zum Ausdruck.

In Millionen DDR-Bürgern hatte Ernst Thälmann einen festen Platz in ihren Herzen. Viele Institutionen, Schulen und Brigaden trugen seinen Namen. Ihnen gereichte es zur Ehre, im sozialistischen Wett­be­werb um höchste Ergebnisse in allen Zweigen der Volkswirtschaft und damit um ein Thälmann-Eh­ren­ban­ner zu ringen. Diesem Kampf um höchste Ergebnisse in der politischen und Gefechtsausbildung, schlossen sich auch die Truppenteile und Einheiten der Nationalen Volksarmee an. Auch sie wurden mit Thälmann-Ehrenbannern ausgezeichnet.

Mit dem Niederlegen von Blumengebinden am Thälmann-Denkmal, dem Verneigen mit dem Rotfront­kämpfergruß und dem gemeinsamen Singen der „Internationale“, fand die Gedenkfeier einen würdigen Abschluss.

Wenn nach der Wende in vielen Städten auch der Name Ernst Thälmann von Straßen und Plätzen verschwunden und durch andere Namen ersetzt wurde, hat die Ehrung am heutigen 18.August 2019 gezeigt, dass Ernst Thälmann in den Köpfen unsere Menschen weiterlebt, so wie es im Lied: „Thäl­mann ist niemals gefallen, Deutschlands unsterblicher Sohn“ zum Ausdruck kommt.

 

Thälmann-Ehrung

 

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