Internationale Verbindungen des Seehydrographischen Dienstes
der Deutschen Demokratischen Republik

Am 12.09.2018 traf sich unsere Regionalgruppe zu ihrer Versammlung gemäß Jahresarbeitsplan.
Bei der Erarbeitung des Arbeitsplanes für 2018 stellten wir seinerzeit fest, dass es zu der Problematik „Internationale Verbindungen des Seehydrographischen Dienstes der DDR“ in unseren Reihen sehr wenig Informationen und Kenntnisse vorlagen, dass Interesse dazu bei unseren Mitglieder jedoch durchaus vorhanden war.
Der letzte Chef des SHD der DDR, Konteradmiral a.D. Herbert Bernig, er führte den Dienst langfristig von 1975 bis 1990, ist Mitglied unserer Regionalgruppe und erklärte sich gern bereit, einen Vortrag zu dieser Thematik vorzubereiten.
Konteradmiral a.D. Bernig erläuterte zunächst die Zusammenhänge der Gründung und Entwicklung des SHD der DDR.
Der SHD, am 01.01.1950 gegründet, war zunächst der „Hauptverwaltung Seepolizei“, ab 1952 der „Hauptverwaltung Volkspolizei See“ und ab 1956 der „Volksmarine“ zugeordnet bzw. unterstellt.
Die vielfältigen Aufgaben des SHD, forderten von allen Mitarbeitern des Dienstes in den 40 Jahren seines Bestehens vollen Einsatz, hohe Verantwortungsbereitschaft und vor allem solides, fachspe­zifisches Wissen und entsprechende Erfahrung.
Hier sollen nur die Bedeutung der exakten nautischen Entscheidungen und Veröffentlichungen für die zivile und militärische Schifffahrt, einschließlich der Verantwortung für Sicherheit der internationalen Seefahrt im Ostseeraum und insbesondere in den Küstengewässern der DDR benannt sein.
Im weiteren Verlauf seiner interessanten Ausführungen erläuterte Konteradmiral a.D. Bernig die Entwicklung und die Schwerpunkte der internationalen Arbeit des SHD.
Dabei betonte er die politische Bedeutung der Beziehungen und stellte die Zusammenarbeit mit den verantwortlichen militärischen Strukturen der Staaten des Warschauer Vertrages in den Fokus der damaligen gesellschaftlichen Bedingungen und Entwicklungsrichtungen einzelner Staaten.
Konteradmiral a. D. Bernig betonte, dass die Zusammenarbeit mit den entsprechenden Organen der Sowjetarmee und -flotte stets konstruktiv und freundschaftlich waren.
Dabei ließ er aber auch nicht unerwähnt, dass es bei Detailfragen, ausgelöst durch unterschiedliche ökonomische Möglichkeiten bzw. Zielstellungen, mitunter zu differenzierten Lösungsauffassungen kam, die aber in der Regel sachlich geklärt werden konnten.
Sehr interessant waren für uns seine Darlegungen zu den vielfältigen und umfangreichen Ver­bin­dungen des SHD mit und zu internationalen Gremien, Vereinigun­gen und Ausschüssen des westlichen Auslandes.
Dabei ist es sicher nicht bedeutungslos, dass die DDR und der SHD in diesen internationalen Insti­tutionen ordentliche und stimmberechtigte Mitglieder waren und durch ihre Arbeit und Aktivitäten, die Achtung der anderen Mitglieder und Partner errangen.
Die aktive Teilnahme des Chefs des SHD und seiner Mitarbeiter an vielen Konferenzen und Tagungen der internationalen nautischen , insbesondere der für die Sicherheit der Seefahrt verantwortlichen Gruppierungen, zeugten nicht zuletzt von der hohen fachlichen Anerkennung der Arbeit des SHD, aber wohl auch von der sachlichen Wertschätzung der Arbeit und Verantwortung der DDR auf diesem Gebiet.
In der anschließenden Diskussion erläuterte Konteradmiral a.D. Bernig Fragen zu Detailproblemen.
Durch die Mitglieder unserer RG wurde der lebendige, durch persönliche Erfahrungen und Erlebnisse aufgelockerte Vortrag, mit Respekt und hoher Anerkennung aufgenommen.
Unseren herzlichen Dank richten wir an Konteradmiral a.D. Bernig für seine interessanten und informativen Ausführungen.

Vorstand und Mitglieder der Regionalgruppe Rostock
Rostock, 14.09.18

Konteradmiral a. D Herbert Bernig Mitglieder der Regionalgruppe Rostock

 

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