Soldaten für den Frieden

Auf Initiative  des Vorstandes und des Ältestenrates des Verbandes zur Pflege der Traditionen der NVA  und der Grenztruppen der DDR sowie des Vorstandes der Initiativgemeinschaft zum Schutz der sozialen Rechte  der ehemaligen Angehörigen der bewaffneten Organe und der Zollverwaltung der DDR (ISOR) e.V. wurde der Aufruf „Soldaten für den Frieden“ vorbereitet und am 05.05.2015 in einer Pressekonferenz im ND-Gebäude, Franz-Mehring-Platz 1, Berlin von den beiden Vorsitzenden der Verbände vorgestellt.

Zur Erläuterung des Aufrufs und Beantwortung von Fragen hatten im Präsidium Platz genommen: Admiral a.D. Theodor Hoffmann, Horst Parton, Generalleutnant a.D. Manfred Grätz, Generalleutnant a.D.  Manfred Volland, Oberst a.D. Frithjof  Banisch.

Nach einleitenden Worten von Generalleutnant a.D. Grätz, der die Pressekonferenz moderierte, erläuterten die beiden Vorsitzenden das Anliegen des Aufrufs.

Lesen Sie im Weiteren die Ausführungen der beiden Vorsitzenden und den Aufruf „Soldaten für den Frieden“


 

Ausführungen zur Eröffnung der Pressekonferenz
von Admiral Theodor Hoffmann

Wenige Tage vor dem 70. Jahrestag der Befreiung der Völker Europas vom Faschismus und im 25.Jahr des Beitritts der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes der BRD sowie der Auflösung der Nationalen Volksarmee wenden wir uns, ehemalige Soldaten der NVA,  an die Öffentlichkeit.

Was veranlasst uns zu diesem Schritt?

Es ist die Sorge um den Frieden und die Wahrnehmung unserer Verantwortung für die friedliche Zukunft nachfolgender Generationen.

Die Mehrheit der Unterzeichner der Erklärung hat den zweiten. Weltkrieg, den grausamsten der bisherigen Kriege, und seine Folgen bewusst erlebt. Einige standen an den Fronten dieses Krieges.
Damit sich ein solches Grauen nicht wiederholt, haben wir mit der Waffe in der Hand in der NVA gedient.
Manche von uns von der Gründung bis zu ihrer Auflösung.
Unser Auftrag bestand darin, durch hohe Gefechtsbereitschaft in der Koalition des Warschauer Vertrages einen Krieg zu verhindern.

Diesen Auftrag hatten auch die Armeen der NATO.

Beide Bündnisse gewährleisteten, dass aus dem Kalten Krieg kein heißer Krieg wurde.
Die Hoffnungen und Verheißungen nach dem Ende der Blockkonfrontation waren groß. Das fand auch in der von den Regierungschefs der KSZE – Staaten unterzeichneten Charta von Paris seinen Ausdruck.

Dort heißt es:
„ Das Zeitalter der Konfrontation und der Teilung Europas ist zu Ende gegangen. Wir erklären, dass  sich unsere Beziehungen künftig auf Achtung und Zusammenarbeit gründen werden. Nun ist die Zeit gekommen, in der sich die jahrzehntelang gehegten Hoffnungen und Erwartungen unserer Völker erfüllen.“

Die Erwartungen der Völker blieben jedoch bisher unerfüllt.

Auch die positiven Wirkungen, die von den Wiener Verhandlungen über die gegenseigen Verminderungen von Streitkräften und Rüstungen in Europa sowie der KSZE – Staaten über konventionelle Streitkräfte in Europa und Vertrauens- und Sicherheitsbildende Maßnahmen ausgingen, sind im Sande verlaufen.

Entgegen den Erklärungen des USA – Präsidenten Charter und des Generalsekretärs der KPdSU bei ihrem Treffen Ende der 70-ger Jahre in Wien am Rande der SALT – II – Verhandlungen, das Kriege kein Mittel der Politik mehr sein dürfen, ist für die USA, die NATO und ihre Verbündeten Krieg wieder Mittel der Politik.

Der militärische Faktor in der Politik hat zugenommen.

Unter dem Vorwand der Durchsetzung von Menschenrechten und Demokratie geht es vor allem um geostrategische, militärische und wirtschaftliche Interessen.

Dafür stehen der erste Irakkrieg, der Krieg gegen Restjugoslawien, der zweite Irakkrieg, der Einsatz in Afghanistan und der Krieg gegen Libyen.

An all diesen Kriegen war in dieser oder jener Form die BRD beteiligt
Das widerspricht dem Grundgesetz der BRD und auch den wiederholten Erklärungen des Bundeskanzlers Kohl und des Staatsratsvorsitzenden Honecker, dass von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen soll.

In keinem dieser Kriege gab es Sieger. Hinterlassen wurde Chaos und zum Teil Bürgerkrieg.
Die Schaffung von Musterbeispielen von Demokratie wurde bis jetzt nicht erreicht.

Mit der Propagierung von Feinbildern, Hochrüstung Rüstungsexporten, darunter in Krisengebiete, und Sanktionen sind die USA, die NATO und ihre Verbündeten sind zur Politik des Kalten Krieges zurückgekehrt.

Die Hauptschlagrichtung ist das wiedererstarkte Russland  ständiges Mitglied des Sicherheitsrates der UNO mit Vetorecht und große Atommacht.

Die NATO ist entgegen den Versprechungen des Jahres 1990 bis an die Grenzen Russland vorgerückt.

Die Ukraine soll die westliche Einschließung Russlands abschließen.

Verstärkt werden Übungen der NATO an den Grenzen Russlands durchgeführt.

Die Vergrößerung der Schnellen Eingreiftruppe und die Stationierung von Teilen derselben sowie die ins Gespräch gebrachte Europaarmee werden mit der Aggressivität Russlands begründet. Das ist ein gefährliches Spiel.

Und ohne die Einbeziehung Russlands können Probleme  in Europa und in der Welt nicht gelöst werden.

Viele der Unterzeichner der Erklärung haben in der Sowjetunion studiert, haben freundschaftliche Beziehungen mit ihren Bürgern unterhalten und gemeinsam mit Angehörigen der Sowjetarmee ihre Aufgaben erfüllt.

Die freundschaftlichen Kontakte haben wir auch heute noch.  Wir wissen, dass unsere russischen Freunde nichts mehr lieben und wünschen als Frieden.

Europäische und Weltpolitik darf nicht gegen Russland gerichtet sein. Die Probleme der Gegenwart können nur gemeinsam mit dem größten europäischen Staat und einem der größten Staaten der Welt gelöst werden. Das betrifft auch ganz besonders die Erhaltung des Friedens. Jede Ausgrenzung Russlands ist kontraproduktiv.

Als gut ausgebildete und praktisch erfahrene Militärs wissen wir, dass die Probleme der Gegenwart mit militärischen Mitteln nicht zu lösen. Der Einsatz von Militär kann Erscheinungsformen Zeitweilig unterdrücken aber eine vernünftige Politik nicht ersetzen.

Wir können auch die Zerstörungen, Verluste und das Elend von bewaffneter Gewalt sehr gut einschätzen.

Deshalb wenden wir uns an die Regierung, an die Fraktionen des Bundestages, an die im Bundestag vertretenen Parteien und an die Öffentlichkeit mit einer leidenschaftlichen Erklärung für die Erhaltung des Friedens.


 

Ausführungen zur Eröffnung der Pressekonferenz
von Horst Parton

Meine Damen und Herren,
die Vorstände der Initiativgemeinschaft zum Schutz der sozialen Rechte ehemaliger Angehöriger der bewaffneten Organe und der Zollverwaltung der DDR und des Verbandes zur Pflege der Traditionen der NVA und der Grenztruppen der DDR sind der Meinung, dass es höchste Zeit ist, uns einzubringen in die Kernfrage unserer Zeit, in die Auseinandersetzung über Krieg und Frieden.

Mehrere tausend ehemalige Angehörige der NVA und der Grenztruppen der DDR sind Mitglieder unserer Initiativgemeinschaft.
Die meisten von Ihnen und unserer Mitgliedschaft gehören  den Generationen an, die den zweiten Weltkrieg, dessen Folgen, das Leid und das Elend am eigenen Leib verspürt haben.

Wir sind es unseren Kindern und Enkelkindern und allen Menschen in der Welt schuldig, alles zu tun, dass der Frieden gesichert wird und erneute Kriege als Mittel der Politik verhindert werden.

Heute ist der Frieden wieder ernsthaft bedroht. Das ist keine billige Parole, sondern leider handfeste Tatsache. Wir erleben täglich eine widersprüchliche Kriegshysterie, Beleidigung und Beschimpfung Russlands, deren Einkreisung mit dem Ausbau der NATO Stützpunkte.

Das gewaltsame Hegemoniestreben der USA, gestützt auf die NATO in Europa, führt zur weiteren Militarisierung unseres gesellschaftlichen Lebens und wird immer mehr zum friedensgefährdeten Faktor.

Das alles am Vorabend des 70. Jahrestages der Befreiung  und des Sieges der Sowjetarmee im GVK. Es ist höchste Zeit, dass die gesellschaftlichen Kräfte in Deutschland und ganz Europa aufwachen, bevor es zu spät ist.

Wir sehen gegenwärtig Gefahr für den Weltfrieden. Die Profiteure an Waffenexporten und Kriegen haben bereits viele Teile der Welt in Brand gesteckt. Wenn die Kräfte des Friedens ihnen nicht in den Arm fallen, wird auch Europa davon erfasst.

Mit den Sorgen der Friedenskräfte identifiziert sich ISOR. Zeugnis dafür legt der Aufruf „Soldaten für den Frieden“ ab.
Mit großer Sorge betrachten wir die Zunahme neofaschistischer Aktivitäten. In Nazimanier brennen – zunächst – Flüchtlingsunterkünfte und es werden die Schwachen der Gesellschaft attackiert.

Der von den Siegermächten des Zweiten Weltkrieges den Deutschen verordnete Antifaschismus – in der Deutschen Demokratischen Republik mit Recht zur Staatsdoktrin erhoben – wird „entsorgt“. Die Forderung des seit einem Vierteljahrhundert in ganz Deutschland gültigen Grundgesetzes, das in seinem „Geleitwort des Bundespräsidenten“ vom April 1985 jeden Bürger verpflichtet, „der Freiheit nach innen und dem Frieden nach außen zu dienen“, scheint aus dem Blickfeld geraten zu sein.

Interventionen der Bundeswehr im Ausland, die Drohung und Anwendung von Gewalt, Waffenexporte in alle brandgefährlichen Gebiete der Welt, aber auch eine daraus resultierende Flüchtlingsbewegung in Richtung der durch das Elend anderer Völker profitierenden Staaten, kennzeichnen die Entwicklung einer Kriege wieder denkbar werdenden Wertegemeinschaft.

Kriegsbedingt haben wir seit dem 2. Weltkrieg die höchste Zahl von Flüchtlingen und es ist an der Zeit, in diesen Krisenregionen den Frieden wieder herzustellen.

Jeder Bürger in der Bundesrepublik Deutschland sollte sich Gedanken darüber machen, was ein Krieg auf dem europäischen Kontinent bedeutet und welche furchtbaren Folgen er für die Menschheit haben wird.

Der Verband zur Pflege der Traditionen der NVA und der Grenztruppen der DDR hat mit seiner Initiative  „Soldaten für den Frieden“ einen bedeutsamen politischen Schritt zur richtigen Zeit, der sicher eine große Öffentlichkeitswirkung haben wird, getan.
Neben einer breiten Zustimmung müssen wir aber auch mit Reaktionen rechnen, die dem Zeitgeist dienend auf Ablehnung, Verleumdung bis hin zur Diskriminierung gegen uns gerichtet sind.

Das wird uns aber nicht abhalten, unsere Stimme gegen den Krieg und für den Frieden zu erheben.

 


 

 

 

 

Aufruf
„Soldaten für den Frieden“

Als Militärs, die in der DDR in verantwortungsvollen Funktionen tätig waren, wenden wir uns in großer Sorge um die Erhaltung des Friedens und den Fortbestand der Zivilisation in Europa an die deutsche Öffentlichkeit.

In den Jahren des Kalten Krieges, in denen wir eine lange Periode der Militarisierung und Konfrontation unter der Schwelle eines offenen Konflikts erlebten, haben wir unser militärisches Wissen und Können für die Erhaltung des Friedens und den Schutz unseres sozialistischen Staates DDR eingesetzt. Die Nationale Volksarmee war keinen einzigen Tag an kriegerischen Auseinandersetzungen beteiligt, und sie hat bei den Ereignissen 1989/90 maßgeblich dafür gesorgt, dass keine Waffen zum Einsatz kamen. Frieden war immer die wichtigste Maxime unseres Handelns. Deshalb sind wir entschieden dagegen, dass der militärische Faktor erneut zum bestimmenden Instrument der Politik wird. Es ist eine gesicherte Erfahrung, dass die brennenden Fragen unserer Zeit mit militärischen Mitteln nicht zu lösen sind.
Es sei hier daran erinnert, dass die Sowjetarmee im II. Weltkrieg die Hauptlast bei der Niederschlagung des Faschismus getragen hat. Allein 27 Millionen Bürger der Sowjetunion gaben ihr Leben für diesen historischen Sieg. Ihnen, wie auch den Alliierten, gilt am 70. Jahrestag der Befreiung unser Dank.

Jetzt konstatieren wir, dass der Krieg wieder zum ständigen Begleiter der Menschheit geworden ist. Die von den USA und ihren Verbündeten betriebene Neuordnung der Welt hat in den letzten Jahren zu Kriegen in Jugoslawien und Afghanistan, im Irak, Jemen und Sudan, in Libyen und Somalia geführt. Fast zwei Millionen Menschen wurden Opfer dieser Kriege, und Millionen sind auf der Flucht.

Nun hat das Kriegsgeschehen wiederum Europa erreicht. Offensichtlich zielt die Strategie der USA darauf ab, Russland als Konkurrenten auszuschalten und die Europäische Union zu schwächen. In den letzten Jahren ist die NATO immer näher an die Grenzen Russlands herangerückt. Mit dem Versuch, die Ukraine in die EU und in die NATO aufzunehmen, sollte der Cordon sanitaire von den baltischen Staaten bis zum Schwarzen Meer geschlossen werden, um Russland vom restlichen Europa zu isolieren. Nach amerikanischem Kalkül wäre dann auch eine deutsch-russische Verbindung erschwert oder verhindert.
Um die Öffentlichkeit in diesem Sinne zu beeinflussen, findet eine beispiellose Medienkampagne statt, in der unverbesserliche Politiker und korrumpierte Journalisten die Kriegstrommeln rühren. In dieser aufgeheizten Atmosphäre sollte die Bundesrepublik Deutschland eine den Frieden fördernde Rolle spielen. Das gebieten sowohl ihre geopolitische Lage als auch die geschichtlichen Erfahrungen Deutschlands und die objektiven Interessen seiner Menschen. Dem widersprechen die Forderungen des Bundespräsidenten nach mehr militärischer Verantwortung und die in den Medien geschürte Kriegshysterie und Russenphobie.

Die forcierte Militarisierung Osteuropas ist kein Spiel mit dem Feuer – es ist ein Spiel mit dem Krieg!
Im Wissen um die zerstörerischen Kräfte moderner Kriege und in Wahrnehmung unserer Verantwortung als Staatsbürger sagen wir in aller Deutlichkeit: Hier beginnt bereits ein Verbrechen an der Menschheit.
Sind die vielen Toten des II. Weltkrieges, die riesigen Zerstörungen in ganz Europa, die Flüchtlingsströme und das unendliche Leid der Menschen schon wieder vergessen? Haben die jüngsten Kriege der USA und der NATO nicht bereits genug Elend gebracht und viele Menschenleben gefordert?


Begreift man nicht, was eine militärische Auseinandersetzung auf dem dichtbesiedelten europäischen Kontinent bedeuten würde?
Hunderte Kampfflugzeuge und bewaffnete Drohnen, bestückt mit Bomben und Raketen, Tausende Panzer und gepanzerte Fahrzeuge, Artilleriesysteme kämen zum Einsatz. In der Nord- und Ostsee, im Schwarzen Meer träfen modernste Kampfschiffe aufeinander und im Hintergrund ständen die Atomwaffen in Bereitschaft. Die Grenzen zwischen Front und Hinterland würden sich verwischen. Millionen Mütter und Kinder würden um ihre Männer, um ihre Väter und Brüder weinen. Millionen Opfer wären die Folge. Aus Europa würde eine zerstörte Wüstenlandschaft werden.
Darf es soweit kommen? Nein und nochmals Nein! 

Deshalb wenden wir uns an die deutsche Öffentlichkeit:

  • Ein solches Szenario muss verhindert werden.
  • Wir brauchen keine Kriegsrhetorik, sondern Friedenspolemik.
  • Wir brauchen keine Auslandseinsätze der Bundeswehr und auch keine Armee der Europäischen Union.
  • Wir brauchen nicht mehr Mittel für militärische Zwecke, sondern mehr Mittel für humanitäre und soziale Erfordernisse.
  • Wir brauchen keine Kriegshetze gegen Russland, sondern mehr gegenseitiges Verständnis und ein friedliches Neben- und Miteinander.
  • Wir brauchen keine militärische Abhängigkeit von den USA, sondern die Eigenverantwortung für den Frieden. Statt einer „Schnellen Eingreiftruppe der NATO“ an den Ostgrenzen brauchen wir mehr Tourismus, Jugendaustausch und Friedenstreffen mit unseren östlichen Nachbarn.
  • Wir brauchen ein friedliches Deutschland in einem friedlichen Europa.

Mögen sich unsere Kinder, Enkel und Urenkel in diesem Sinne an unsere Generation erinnern.

Weil wir sehr gut wissen, was Krieg bedeutet,
erheben wir unsere Stimme gegen den Krieg, für den Frieden. 
 


Armeegeneral a.D. Heinz Keßler

Admiral a.D.
Theodor Hoffmann

Die Generaloberste a.D. Horst Stechbarth;  Fritz Streletz; Fritz Peter

Die Generalleutnante a.D. Klaus Baarß; Ulrich Bethmann; Max Butzlaff; Manfred Gehmert; Manfred Grätz; Wolfgang Kaiser; Gerhard Kunze; Gerhard Link; Wolfgang Neidhardt; Walter Paduch; Werner Rothe; Artur Seefeldt; Horst Skerra; Wolfgang Steger; Horst Sylla; Ehrenfried Ullmann; Alfred Vogel; Manfred Volland; Horst Zander

Vizeadmiral a.D.  Hans Hofmann

Die Generalmajore a.D. Olivier Anders; Heinz Bilan; Bernhard Beyer; Günter Brodowsky; Kurt Brunner; Heinz Calvelage; Sebald Daum;  Willi Dörnbrack; Alfred Dziewulski; Johannes Fritzsche; Egon Gleau; Otto Gereit; Roland Großer; Peter Herrich; Karl-Heinz Hess; Günter Hiemann; Lothar Hübner; Sigmund Jähn; Günter Jahr; Manfred Jonischkies;  Günter Kaekow;  Johannes Kaden; Helmut Klabunde; Klaus Klenner;  Raimund Kokott; Kurt Kronig; Manfred Lange; Bernd Leistner; Hans Leopold; Klaus Listemann; Heinz Lipski; Hans Georg Löffler;  Rudi Mädler; Manfred Merkel; Günter Möckel; Dieter Nagler; Johannes Oreschko; Rolf Pitschel; Hans Christian Reiche; Fritz Rothe; Günter Sarge; Dieter Schmidt; Horst Schmieder; Gerhard Schönherr; Gerhard Seifert; Kurt Sommer; Erich Stach;  Manfred Thieme; Wolfgang Thonke; Henry Thunemann; Walter Tzschoppe;  Günter Voigt;  Gerd Weber; Dieter Wendt; Klaus Wiegand; Heinrich Winkler; Heinz-Günther Wittek; Erich Wöllner;  Werner Zaroba;  Manfred Zeh;  Alois Zieris

Die Konteradmirale a.D. Herbert Bernig; Eberhard Grießbach; Hans Heß; Werner Henniger; Klaus Kahnt; Werner Kotte; Helmut Milzow; Gerhard Müller; Joachim Münch

Namens  einer großen Anzahl von Obersten und Kapitänen zur See a.D. Frithjof Banisch Volker Bednara;  Bernd Biedermann;  Karl Dlugosch; Thomas Förster;  Günter Gnauck; Günter Leo; Lothar Matthäus; Gerhard Matthes; Friedemann Munkelt;  Werner Murzynowski; Friedrich Peters; Helmut Schmidt; Fritz Schneider;  Heinz Schubert, Helmar Tietze; Wilfried Wernecke; Rolf Zander; OSL a.D. Günter Ganßauge.





 

 


 

Zustimmungen und Echos zum Aufruf

Weitere Angehörige der NVA, der Grenztruppen und der anderen bewaffneten Organe der DDR  sowie aus der Bevölkerung der Bundesrepublik bekunden ihre Zustimmung.

Dem Aufruf stimmen zu:

Oberstleutnant a.D. Eckehard Möckel
Hauptmann a.D. Raimund Brete
Oberst a.D. Dr. Hartmut Jentsch
Oberleutnant a.D. Hans-Joachim Gültner
Oberstleutnant a.D. Manfred Ramm
Oberstleutnant a.D. Siegfried Kunze
Oberstleutnant a.D. Manfred Kamprad
Fregattenkapitän a.D. Georg-Peter Riha
Generalmajor a.D. Eberhard Siewert
Oberst a.D. Manfred Hensel
Hauptmann a.D. Manfred Brasch
Hauptgefreiter d.R. Claus Prüfer
Unteroffizier (BW) Torsten Nitsche
Generalmajor der VP a.D. Dr. H.-J. Beu
Oberleutnant der VP a.D. Ingrid Beu
Kapitän zur See a.D. Christian Pahlig
Kapitän zur See a.D. Werner Simowitsch
Oberstleutnant der VP a.D. Helmut Matthes
Leutnant a.D. Thomas Hallung
Major der VP a.D. Manfred Tischer
Hauptmann der VP. a.D. Marion Kinsky
Major a.D. Dieter Ammer
Oberstleutnant a.D. H. Seiler und die Mitglieder der TAG der GRH Chemnitz
Oberstleutnant a.D. Dieter Biewald
Kapitän zur See a.D. Volker Kallies
Kapitän zur See a.D. Egon Brosch
Kapitän zur See a.D. Harry Nowicki
Leutnant a.D. Alexander Frehse
Oberstleutnant a.D. Hans-Jürgen Hummel
Oberst a.D. Norbert Röcker
Oberst a.D. Joachim Roth
Kapitän zur See a.D. Otto Stüllein
Fregattenkapitän a.D. Joachim Michael
Fregattenkapitän Hans-Dieter Nickolaus
Fregattenkapitän a.D. Albert Bergmann
Fregattenkapitän a.D. Peter Rath
Fregattenkapitän a.D. Paul Kurze
Fregattenkapitän a.D. Günther Franke
Fregattenkapitän Helmut Dörr
Obergefreiter (BW) Burghardt Adam
Major a.D. Frank Albert
Herr Thomas Altorfer
Gefreiter Matthias Bielefeld
Oberstleutnant a.D. Klaus Blume
Oberst a.D. Gerhard Boh
Unteroffizier Karsten Boht
Oberst a.D. Horst Bracke
Obergefreiter Paul Brüggemann
Stabsoberfähnrich a.D. Horst Brzonkalik
Feldwebel a.D. Daniela Brückner
Oberleutnant a.D. Lutz Brückner
Oberleutnant der VP/Polizeioberkommissar Gernot Budach
Oberstleutnant a.D. Klaus Butz
Stabsunteroffizier (BW) Danny Bär
Feldwebel Ralf Bäßler
Major der ZV a.D. Hans-Jürgen Börner
Gefreiter Achim Ditmar
Hauptmann des SV a.D. Peter Dittrich
Oberfeldveterinär d.R. a.D.(BW) Dr. Sven Oloff
Kapitän zur See a.D. Günter Eisenbrandt
Hauptmann a.D. Rolf-Dieter Ellermann
Oberstleutnant a.D. Horst Engelmann
Hauptmann a.D. Bernd Engst
Leutnant des SV Siegfried Fischer
Oberst a.D. Ulrich Frank
Unteroffizier Jens Franke
Unteroffizier Manfred Funke
Oberbootsmann Sven Förster
Major Jürgen Gitschel
Unteroffizier Konstantin Große
Bürger Karlheinz Gruber-Bruckmann
Oberstleutnant der GT a.D. Wolfram Günther
Soldat Grischa Hahn
Oberleutnant Norbert Hansel
Generalinspekteur der VP Willi Hellmann
Oberst a.D. Dieter Hillebrenner
Oberst a.D. Hans-Werner Hintze
Major Wilfried Hofmann
Obergefreiter Ulrich Ide
Leutnant d.R. Torsten Jahn
Oberst a.D. Hans-Joachim John
Major Joerg Kämmerer
Oberstleutnant a.D. K.H. Kalkhöfer
Oberst a.D. Friedrich Kemter
Oberfeldwebel Ralf Knecht
Oberstleutnant a.D. Kurt Knitel
Major a.D. Jürgen Kranhold
Major a.D. Heinz Krumrey
Oberstleutnant a.D. Günter Kröger
Oberwachtmeister Andreas Kummer
Fregattenkapitän a.D. Frank Köhler
Hauptmann Bernhard Kößler
Oberstleutnant a.D. Achim Künzel
Hauptmann d.R. Thomas Laminski
Oberstleutnant a.D. Dieter Linz
Oberstleutnant a.D. Siegfried Lorenz
Hauptmann a.D. Gisela Lorenz
Leutnant Siegfried Lorenz
Herr Lars Matych
Unteroffizier Ulf Mettel
Major Horst Mittenhuber
Oberstleutnant a.D. Gerold Möller
Oberstleutnant a.D. Heinz Müller
Oberleutnant Jörg Müller
Oberst a.D. Wilfried Nagel
Hauptmann Ralf Nagel
Major Jörg-Peter Nagel
Oberst a.D. Herbert Nordmann
Oberst a.D. Wolfgang Ostrowski
Oberst a.D. Friedrich Pietsch
Kapitänleutnant Günther Prien
Frau Simone Proba
Obergefreiter Steffen Rau
Kapitänleutnant Ulrich Reger
Feldwebel Hans-Giso Richter
Kapitän zur See a.D. Klaus Riedel
Polizeidirektor a.D. Gerd Röseberg
Leutnant Matthias Scheffler
Obergefreiter (BW) Roman Valentin Scherer
Herr Mario Schill
Major Günther Schilling
Gefreiter Alexander Schlesinger
Oberstleutnant a.D. Rudi Schmidt
Hauptmann Klaus Schmidt-Röh
Herr Stefan Schrauber
Hauptmann Andreas Schreyer
Herr Dr. Udo Schulte
Gefreiter Holger Schöne
Unteroffizier a.D. Dieter Siegert
Oberstleutnant Heinz Simon
Fähnrich a.D. Hendrik Sonnenberg
Oberst a.D. Christian Steinkopf
Oberst a.D. Herwig Stengel
Obermaat Peter Stieff
Major Heinz-Jochim Strohbach
Oberleutnant Ulrich Suhr
Hauptbootsmann d.R. Olaf Teuber
Herr Rolf Trenkler
Herr Rainer Tzschapke
Major Uwe Wendt
Unteroffizier Jörg Wachner
Hauptmann Claus Walkowiak
Herr Hans-Joachim Wegner
Herr Michael Weinhara
Unteroffizier Olaf Weiß
Herr Dr. Matthias Wernhard
Major Helmut Wichert
Herr Jens Winkler
Oberstleutnant a.D. Wolfgang Schmidt
Major a.D. Walter Zasworka
Gefreiter Hans Eisermann
Oberstleutnant a.D. Ernst Witthuhn
Oberst a. D. Franz Niedack
Oberstleutnant a.D. Erhard Sievert
Oberstleutnant a.D. Dieter Waldt
Oberstleutnant a.D. der VP Ewald Reisberg
Oberstleutnant a.D. Jürgen Geppert
Major a.D. Reinhard Wohlfahrt
Oberst Dipl.Ing. a.D. Reinhard Schmidt
Freundeskreis AR-3 „Alfred Frank“ mit Oberst a.D. Karl Torner
Oberstleutnant a.D. Lothar Böhme
Oberstleutnant a.D. Peter Welschhoff
Major a.D. Wolfgang Stöckl
Major a.D. Harald Popp
Major a.D. Horst Suckel
Major a.D. Gerd Tomaske
Oberst a.D. Stefan Lusky
Generalmajor a.D. Klaus-Dieter Ölschläger
Stabsfähnrich a.D. Jürgen Gothe
Oberstleutnant a.D. Jürgen Eisenschmidt
Oberstleutnant a.D. Hans Schumann
Kapitän zur See a.D. Hermann Achterberg
Fregattenkapitän a.D. Karl Struwe
Kriminalrat Wolfram Bach
Hauptmann Günter Berger
Oberstleutnant Klaus Berthold
Dipl.Ing. Klaus Byscio
Hauptmann Wolfgang Klaus
Major Horst Eismann
Frau Katrin Heidig
Major a.D. Thomas Jäckel
Herr Olaf Patschorke
Oberstleutnant a.D. Rüdiger Portius
Oberst a.D. Karl-Heinz Schatz
Hauptmann Renate Strohbach
Major a.D. Henry Volland
Herr Horst WalterStabsuffz. a.D. Torsten Weber
Herr Lutz Brinkert
Oberst a.D. Dieter Kulitzscher
Oberst a.D. Lothar Beck
Oberstleutnant a.D. Rainer Eggert
Oberstleutnant a.D. Egon Hammerschmidt
Oberst a.D. Knut Thein
Oberst a.D. Wolfgang Herzig
Oberstleutnant a.D. Werner Rammelt
Oberst a.D. Karl Gerhardt
Oberstleutnant a.D. Franz Herz
Oberstleutnant a.D. Horst Jüttner
Oberstleutnant a.D. Roland Potstawa
Oberst a.D. Helmuth Langer
Oberstleutnant a.D. Heinz Willert
Oberstleutnant a.D. Gunther Laurich
Hauptmann a.D. Rüdiger Kramer
Oberst a.D. Edgar Robitzsch
Oberstleutnant a.D. Harry Popow
Oberst a.D. Frank Esche
Oberstleutnant a.D. Peter Funke
Major a.D. Hans-Jürgen Gruhne
Oberfeldwebel Wolfgang Kirschke
Major a.D. Peter Klaus
Major a.D. Harry Muth
Rat Hans-Jürgen Schwart
Oberstleutnant a.D. Dieter Wittstock
Hauptmann a.D. Karla Wittstock
Oberstleutnant a.D. Rainer Zimmermann
Ofw. a.D. Bartel Wolfgang
OSL a.D. Siegmund Wachlin
Major a.D. Fernau Alfred
Mj. a.D. Behrendt Dietmar
Mj. a.D. Brust Werner
Ltn. a.D. Freitag Fred
OSL a.D. Freudemann Klaus
OSL a.D. Galewsky Horst
Oberst a.D. Gloede Willi
Mj. a.D. Hartmann Rainer
Mj. a.D. Heidrich Fritz
OSL a.D. Heinze Alfred
Oberst a.D. Kleditsch Hans-Dieter
Oberstleutnant a.D. Horst Haarfeld
Kapitän zur See a.D. Klaus Heckert
Fregattenkapitän a.D. Norbert Czapla
Kapitän zur See a.D. Dr. Franz Karfik
Kapitän zur See a.D. Dr. Kurt Bärwinkel
Korvettenkapitän a.D. Holger Neidel
Oberstleutnant a.D. Karl-Heinz Schmidt
Oberstleutnant a.D. Horst Ebert
Oberleutnant d.V. a.D. Carsten Hanke
Hauptmann a.D. Roman Macho
Fregattenkapitän a.D. Medizinalrat Dr. Dagobert Hörhagen
Major a.D. Horst Müller
Major a.D. Dietmar Eisemuth
  Oberstleutnant a.D. Dr, Norbert Rahn
Oberstleutnant a.D. Christian Schwensow
Fregattenkapitän a.D. Gerhard Struck
Kapitän i.R. Wolfgang Kulbe
Fregattenkapitän a.D. Gunther Dittmar
Major a.D. Werner Scherzer
Hauptmann a.D. Peter Weller
Oberstleutnant a.D. Prof. hc Dr. Johannes Scholz
Gefreiter Hans Manske
Fregattenkapitän a.D. Karl Struppe
Fregattenkapitän a.D. Ulrich Hartung
Frau Ida Hartung
Herr Peter Steinberg
Frau Christel Steinberg
Major a.D. Wolfgang Kunert
Herr Torsten Trentzsch
Fähnrich a.D. Holger Thomas
Frau Doris Hanke
Herr Hans-Peter Höffer
Fregattenkapitän a. D. Reiner Luchterhand
Herr Peter Rüterbusch
Herr Michael Knischka
Kapitän zur See a.D. Karl-Heinz Kräusche
Oberstleutnant a.D. Rolf Angermann
Oberst a.D. Dieter Rönisch
Oberstleutnant a.D. Hans-Ulrich Sieber
Feldwebel a.D. Udo Hammelsbeck
Major a.D. Georg Brozek
Leutnant a.D. Alfred Pilz
Leutnant a.D. André Liebig
Oberstleutnant a.D. Helmuth Werner
Oberstleutnant a.D. Ulrich Holletz
Oberstleutnant a.D. Bernhard Senftenberg
Oberst der VP a.D. Roland Augustin
Hauptmann a.D. Annette Holschuh
Major a.D. Wilhelm Schulz
Hauptmann a.D. Eckehart Best
Hauptmann a.D. Karin Bösel
Hauptmann a.D. Rainer Wild
Major a.D. Siegfried Bonsack
Major a.D. Manfred Urbanz
Major a.D. Wilhelm Blum
Oberleutnant a.D. Hans-Jürgen Hensel
Major a.D. Hans Wohlfahrt
Major a.D. Siegfried Gabler
Oberleutnant a.D. Helga Stingl
Oberleutnant a.D. Christina Westphal
Kapitän zur See Ferdinand Schmeichel
Oberstleutnant a.D. Ulrich Winkler
Oberstleutnant a.D. Günter Leimbach
Major a.D. Manfred Jacob
Oberstleutnant a.D. Peter Brandt
Oberst a.D. Bernd Ullrich
Hauptmann a.D. Adreas Gramm
Hauptmann a.D. Daniel Kuntze
Major a.D. Lothar Ludwig
Hauptmann a.D. Horst Gröger
Gefreiter a.D. Günter Henning
Oberstleutnant a.D. Axel Müller
Generalmajor a.D.  Georg Möwes
Oberstleutnant a.D. Werner Jüngling
Major a.D. Dieter Blage
Major a.D. Reiner Lindemann
Major a.D. Christian Rehbock
Major a.D. Jürgen Ricken
Major a.D. Reimund Weidlich
Major a.D. Winfried Ziemann
Hauptmann a.D. Wolfgang Köppen
Hauptmann a.D. Holger Möller
Hauptmann a.D. Harry Witt
Oberleutnant a.D. Manfred Breitbarth
Stabsfeldwebel a.D. Erwin Born
Unteroffizier a.D. Michael Pohle
Korvettenkapitän a.D. Bernd Becker
Oberfähnrich a.D. Thomas Münzberg
Leutnant a.D. Steffen Scherbaum
Major Roland Frenzel
Major Hartwig Niemann
Major Irene Niemann
Major Horst Zöllick
Oberleutnant Erika Krenkel
Waltraut Zöllick
Ingeborg Kriegel
Frank Öertel
Unterleutnant Gundula Köppen
Oberfeldwebel Ursula Breitbarth
Irene Lange
Doris Möller
Ruth Geß
Hannelore Hinterthan
Eva Laue
Gruß Peter
Oberstleutnant a.D. Manfred Heuer
Oberst a.D. Dieter Bunkahle
Oberstleutnant a.D. Hans-Eberhard Linke
Oberstleutnant a.D. Günter Volkelt
Oberstleutnant a.D. Heinz Eiling
Oberstleutnant a.D. Norbert Klemm
Oberstleutnant a.D. Ulrich Völlmecke
Stabsoberfähnrich a.D. Reinhard Härtel
Oberstleutnant a.D. Jörg Steffen
Oberst a.D. Erich Holtz
Stabsfeldwebel a.D. Dieter Tschernatsch
Stabsoberfähnrich a.D. Horst Schlüter
Oberstleutnant a.D. Günter Krepelin
Oberstleutnant a.D. Dieter Harring
EPHK der VP a.D. Annemarie Tschernatsch
ZB der NVA  Christel Schlüter
Hauptmann a.D. Ingolf Stiel
ZB der NVA Gisela Klemm
ZB der NVA Helga Eiling
Major a.D. Thomas Kull
Leutnant a.D. Regina Angermann
Fregattenkapitän Hans-Joachim Moser
Oberstleutnant a.D. Armin Schneider
Dipl. Ing., Dipl. Gewi. Peter Lachmann
Leutnant a.D. Matthias Koch
Unteroffizier a.D. Jens Franke
Fregattenkapitän a.D. Alfred Orywald
Oberstleutnant a.D. Wilfried Rehmann
Hauptmann a.D. Waldemar Just
Major a.D. Heinz Jürgen Sackstedt
Gefreiter Roland Reißig
Irene Witt
Gabriele Weidlich
Wolfgang Bäreroth
Jürgen Darmer
Fritz Bengelsdorf
Jürgen Hempel
Holger Schüler
Bernd Kuzia
Herbert Janke
Dagmar Glup
Hildegard Bahr
Ingo Eckardt
Major a.D. Uwe Johannson
Hauptmann a.D. Benno Reimuch
Hauptmann a.D. Karl Rehländer
Hauptmann a.D. Gerhard Küchler
Oberleutnant a.D. Hannelore Küchler
Hauptmann a.D. Claus Iselt
Oberleutnant a.D. Heidemarie Galle
Hauptmann a.D. Hartmut Galle
Major a.D. Friedrich Pursche
Major a.D. Hans Henke
Oberleutnant a.D. Gisela Schulz
Major a.D. Gunter Dorow
Major a.D. Wilfried Hentsch
Leutnant a.D.Günter Glup
Hauptmann a.D. Gerhard Napiwotzki
Unterleutnant a.D. Herbert Tiedt
Leutnant a.D. Winfried Becker
Major a.D. Edmund Petzak
Hauptmann a.D. Jürgen Halfpap
Fregattenkapitän a.D. Kurt Neubüser
Kapitän zurSee Eberhard Mende
Fregattenkapitän a.D. Horst Külß
Hauptmann a.D. Michael Ulrich
Hauptmann a.D. Werner Tryball
Oberleutnant a.D. Rudolf Hoffmann
Major a.D. Dieter Görlitz
Hauptmann a.D. Joachim Gummel
Major a.D. Konrag Runschke
Stabsfeldw. a.D. Günter Odebrecht
Kapitän zur See a.D. Siegfried Dohl
Fregattenkapitän a.D. Peter Mühle
Hauptmann a.D. Konrad Gotterke
Korvettenkapitän a.D. Eberhard Meier
Oberleutnant a.D. Helmut Grohmann
Fregattenkapitän a.D. Boris Parnas
Hauptmann a.D. Lothar Slensog
Jörg Liebchen
Major a.D. Achim Bonatz
Hauptmann a.D. Dipl. Ing. Rainer Bergmann
Oberstleutnant a.D. Egon Eilenberg
Gefreiter a.D. Bernd Schrumpf
Frau Barbara Schrumpf
Oberst a.D. Hans-Joachim Schorat
Unteroffizier a.D. Jürgen Powollik
Oberstleutnant a.D. Karl-Heinz Hilburg
Major a.D. Hans-Olaf Böttcher
Obermeister der VP a.D. Peter Engel
Oberst a.D. Arthur  Barby
Major a.D. Michael Berghäuser
Oberstleutnant a.D. Dietrich
Fähnrich a.D. Henry Freyer-Steyer
Hauptmann a.D. Jürgen Pfretschner
Oberst a.D. Norbert Klemm
Gefreiter a.D. Matthias Stellmacher
Oberstleutnant a.D. Karl-Heinz Gast
Feldwebel a.D. Hardy Lams
Hauptmann a.D. Roman Macho
Gefreiter a.D. Bieler
ZB der NVA Ingeborg van Elsberg
Oberst a.D. Ernst-Leo van Elsberg
Oberstleutnant a.D. Gerhard Friedrich
Oberstleutnant a.D. Hans Rackowiak
Oberstleutnant a.D. Herbert Fricker
Frau Katrin Meier
Major a.D. Werner Krause
Oberst a.D. Wolfgang Gleis
Major a.D. Arnim Behrendt
Kapitän zur See a.D. Dr. sc Manfred Arnold
Oberst a.D. Dieter Neitzel
Unterfeldwebel a.D. Jens Röstel
Oberstleutnant a.D. Dr. Michael Pardon
Oberstleutnant a.D. Werner Wagner
Oberstleutnant a.D. Dieter Meusel
Kapitän zur See a.D. Dieter Pietsch
Oberst a.D. Helmut Steinfurth
Oberst a.D. Georg Dittrich
Oberstleutnant a.D. Hans Ulrich Suthau
Frau Renate Suthau
Oberst a.D. Gerhard Giese
Oberstleutnant a.D. Dieter Frackowiak
Frau Lisa Findeisen
Oberstleutnant a.D. Walter Petzold
Major a.D. Uwe Grosche
Oberstleutnant a.D. Horst Ebert
Stabsfähnrich a.D. Peter Blümer
Hauptmann a.D. Eberhard Bräunling
Oberstleutnant a.D. Joachim Pötzschke
Major a.D. Peter Köhler
Zivil Holger Kühnau
Oberstleunant a.D. Udo Gerhardt
Oberstleutnant a.D. Jürgen Knauth
Oberstleutnant a.D. Hartwig Höfer
Oberst a.D. Walter Goerke
Hauptmann a.D. Werner Tannert
Hauptmann a.D. Andreas Reinicke
Hauptmann a.D. Jürgen Hennig
Obermaat a.D. Burkhard Kalisch
Oberstleutnant a.D. Dietrich Löhr
Oberst a.D. Jörg-Uwe Laasch

 

„Es ist in der deutschen und europäischen Militärgeschichte ein einmaliger und hoch zu schätzender Vorgang gewesen, in welch konstruktiver Weise die bewaffneten Streitkräfte der Deutschen Demokratischen Republik in der Nationalen Volksarmee den Prozess in Europa, der zur friedlichen Wiedervereinigung Deutschlands geführt hat, angestoßen, begleitet und erfolgreich zu Ende geführt haben. In der geschichtlichen Stunde für die deutsche Nation und nach den bitteren Jahren der teilungsbedingten Probleme wussten die bestimmenden Kräfte in diesen deutschen Streitkräften um ihre historische Verantwortung. Dieser Verantwortung sind sie in überzeugender und historisch einmaliger Weise gerecht geworden. Dafür gebührt den Angehörigen der Nationalen Volksarmee der Dank aller Deutschen, unbeschadet der Ereignisse, die nach der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht am 8./9. Mai 1945 das Leben in einem geteilten Land bestimmt haben.
Die Angehörigen der Nationalen Volksarmee gehörten als Speerspitze der Streitkräfte des Warschauer Paktes zu denen, die die Folgen einer militärischen Auseinandersetzung in Europa und damit in Deutschland beurteilen können. Es zeichnet die Verfasser dieses Aufrufs aus, dabei die historische Entwicklung und die daraus resultierende Verpflichtung deutlich in ihrem Aufruf anzusprechen. Wenn sie dabei auch die Menschen in der Russischen Föderation ansprechen, dann geschieht das in Übereinstimmung mit dem Denken und den Wünschen ihrer Landsleute in allen Teilen des wiedervereinigten Deutschland.
Das bis heute fortdauernde Elend in Europa, das durch zwei Weltkriege hervorgerufen worden ist, verpflichtet alle Völker und Staaten zu guter Nachbarschaft und friedlichem Handel.“

Willy Wimmer
Parlamentarischer Staatssekretär des Bundesministers der Verteidigung mit besonderer Verantwortung für die Integration der Streitkräfte in Deutschland und der Beziehungen zur Westgruppe der Truppen



Liebe Genossen,
mit Freude habe ich den Aufruf  Soldaten fuer den Frieden gelesen. Auch wenn ich gern zu besseren Problemen etwas lesen wuerde, nutze ich das Wort Freude.
Auch ich gehoere zu den Armeeangehoerigen, die ihren Dienst in der NVA auf Grund ihrer Ueberzeugung etwas fuer den Frieden tun zu wollen leisteten.
Ich war gern Soldat, aber nicht um Kriege zu fuehren, sondern um einen Krieg zu verhindern. Und das ist uns bis 1989 gelungen. Auch wenn die Bedingungen nicht immer optimal waren, aber wir erfuellten unsere Aufgaben. Die NVA war eine Armee, die zu jeder Zeit ihren Auftrag erfuellte. Und das deshalb, weil in allen Ebenen gebildete Fachleute ihren Dienst erfolgreich erfuellten. Mein Laecheln über den Zustand der NATO und der Bundeswehr in der heutigen Zeit wird von Tag zu Tag groesser.
Ich stelle mir immer wieder die Frage, fuer was sind die Menschen 1989 auf die Strasse gegangen? Bis dahin waren Kriege und bewaffnete Konflikte in Europa fast unmöglich. Viele glaubten das gehe so weiter. Nein. Schritt fuer Schritt wurden Kriege wieder salonfähig. Heute trauern wieder deutsche Muetter um ihre Soehne.
Fuer die Begruendung zur Fuehrung von Kriegen werden Luegen  einschließlich in der UNO, präsentiert. Und keiner schreit auf, aber alle machen mit.
In den letzten Jahren wurden bei bewaffneten Auseinandersetzungen allein im arabischen Raum über 2 Millionen Menschen getötet. Woechentlich sterben hunderte Menschen bei der Flucht übers Mittelmeeer. Wo bleibt der Aufschrei der Menschheit gegen diesen Wahnsinn?
Auch wenn jeder Tote einer zuviel ist, kann ich mich erinnern, dass besonders in Deutschland, zu anderen Anlaessen, der Aufschrei noch zig Jahre spaeter nicht verstummt.
Mann koennte Seiten fuellen um sich über das Vorgehen der Bundesregierung und NATO gegenueber Russland aufzuregen. Nur eins. Europa hat es noch nie ohne Russland gegeben. Europa ohne Russland ist nur ein Wurmfortsatz der USA. 
Fuer mich sind und bleiben die Russen ein befreundetes Volk und Land. Viel Gutes und Neues durfte ich in der damaligen Sowjetunion erleben und lernen. Nie habe ich erlebt, dass man andere Laender annektieren wollte. Freundschaft zu anderen Voelkern war ein Grundsatz, den ich immer wieder erlebte.  Die Herkunft war egal. Egal ob Russen, Kubaner, Bulgaren, Ungarn, Tschechen, Polen, Somalier, Vietnamesen, Rumaenen, …. wir verstanden uns und haben gemeinsam gehandelt. Heute? Mit befremden muss ich leider zur Kenntnis nehmen, dass man heute versucht die Geschichte neu zu schreiben. Deshalb ist es wichtig, dass die Zeitzeugen ihre Geschichte darlegen, niederschreiben, …
Es wird die Zeit kommen, wo man diesen Darlegungen Gehoer schenkt. Die Wahrheit wird sich durchsetzen. Auch wenn heute noch die Geld- und Machtgierigen das Sagen haben.

Auch an dieser Stelle dem Russischen Volk Dank fuer die Leistungen im Grossen Vaterlaendischen Krieg. Wir werden uns immer an sie erinnern.
 
Auch wenn ich nicht in Deutschland lebe, ich schäme mich fuer die Politik dieser deutschen Bundesregierung!

Mit freundlichen Gruessen
Eckehardt Moeckel Oberstleutnant a.D.



Ich habe heute den Aufruf Generäle sagen nein - Soldaten für den Frieden, studiert.
Ich finde das große Klasse und vor allem, sehr verantwortungsbewußt handelnd gegenüber der älteren und jüngeren Generation von Menschen, die in der DDR gelebt und auch gedient haben.
Ich drücke natürlich auch meine Hoffnung dahingehend aus, dass Menschen, die bisher eher abseits standen, bewußter die gegenwärtige gefährliche Entwicklung wahrnehmen und sich mehr an Friedensaktionen beteiligen.
Schön ist es auch Namen von Genossen zu lesen, die einen mitgeprägt haben und mit denen man auch heute noch in Kontakt steht.
Mögen die jetzigen verantwortlichen Politiker diesen Aufruf sehr aufmerksam lesen. Ich bekenne mich zu diesem Aufruf.

Viele Grüße
Dieter



In der am 20.05.2015 stattgefundenen Mitgliederversammlung der Gesellschaft zur Rechtlichen und Humanitären Unterstützung e.V (GRH) TAG Chemnitz wurde nicht nur der 8. Mai als Tag der Befreiung vom Faschismus und die Leistungen der Sowjetarmee, unter Hinzuziehung zweier Videofilme gewürdigt, sondern auch als weiterer Tagesordnungspunkt der Aufruf ehemaliger Militärs in verantwortungsvollen Funktionen in der Deutschen Demokratischen Republik, Soldaten für den Frieden, diskutiert.
Die anwesenden Mitglieder der TAG, die nicht nur in Staat- und Wirtschaft sondern auch in militärischen Funktionen ihren Beitrag zum Aufbau der DDR geleistet haben waren sich darüber einig, dass die Initiative der führenden DDR-Militärs diesen Aufruf zu formulieren, in der gegenwärtigen Zeit der zunehmenden Gefahr der Ausweitung militärischer Auseinandersetzungen, von hoher Bedeutung ist.
Die anwesenden Mitglieder der TAG danken den Verfassern des Aufrufes und befürworten ihn aus tiefster Überzeugung.

H. Seiler OSL a. D.
i. A. der Mitglieder der TAG



Dr. Heino Falcke, ev. Propst i.R. 99084 Erfurt, 13. 06. 2015
Augustinerstr. 34

An die Unterzeichner
des Aufrufs Soldaten für den Frieden


Sehr geehrte Herrn,

Ihren Aufruf habe ich mit großem Interesse gelesen. Ich teile Ihre Sorge um den
Frieden in Europa. Auf dem evangelischen Kirchentag in Stuttgart wurde vor
einer Woche eine Resolution beschlossen, die die Evangelische Kirche in
Deutschland aufruft, eine Denkschrift in Auftrag zu geben, die unserer
politischen Verantwortung für den europäischen Frieden unter Einbeziehung
Russlands zum Inhalt hat. Wir beziehen uns in diesem Aufruf auf die Pariser
Charta von 1990 für ein neues Europa und ein „neues Zeitalter der Demokratie,
des Friedens und der Einheit". Der Konflikt in der Ukraine und um die Ukraine
zeigt, wie dringlich es ist, sich für diese Ziele einzusetzen.

Solches Engagement kann politisch nur wirksam werden, wenn sich viele Kräfte
von vielen Seiten dafür einsetzen. Darum begrüße ich Ihren Aufruf. Gerade weil
er von Militärs kommt, hat er ein spezifisches Gewicht. Einige seiner Sätze
habe ich mir unterstrichen.

Erlauben Sie, dass ich zu Ihrem Text zwei Bitten äußere:

Sie schreiben: „Wir brauchen keine Kriegsrhetorik, sondern Friedenspolemik."
Mit der paradoxen Wortschöpfung „Friedenspolemik" meinen Sie - denke ich -
eine Sprache, die dem Frieden und der Konsensfindung dient, ohne die
Kontroversen und Konfliktpunkte zu verschleiern oder zu verdrängen, was sich
langfristig nie auszahlt. Dem stimme ich zu.
Nur muss die Friedenspolemik, um zielführend zu wirken, sachlich sein und
Einseitigkeit vermeiden. Wir haben in unserm Aufruf formuliert: „Wir gehen in
die Irre, wenn wir meinen, eine Front der Guten gegen die Bösen vor uns zu
haben." Damit richteten wir uns gegen die Tendenz, ein Feindbild Putin
aufzurichten und den Anteil des Westens, vor allem der Nato, an dem Konflikt
zu verschweigen. Ich bitte Sie, darauf zu verzichten, dieses unfruchtbare Spiel
mit umgekehrtem Vorzeichen fortzusetzen. Wir kennen es doch aus den Zeiten
des kalten Krieges und haben dann die großartige Erfahrung gemacht, dass
Michail Gorbatschow aus diesem tödlichen Zirkel ausgebrochen ist und eine
neue Sprache gefunden hat, die dem Frieden Zukunft eröffnete. Es könnte uns
einen großen Schritt weiterbringen, wenn uns die Soldaten und militärischen
Autoritäten aus der Zeit des kalten Krieges, heute mit einer Sprache und
Argumentationsweise begegneten, die uns vor 25 Jahren Wege zum
europäischen Frieden eröffnete.

Die zweite Bitte mag Ihnen naiv und gänzlich inkompetent erscheinen. Ich
äußere sie dennoch:
Könnten Sie nicht Ihre hochrangigen Beziehungen zu den alten Waffenbrüdern
in Russland nutzen und sie dazu bewegen, dass sie die offensichtlich
zweideutige Rolle der russischen Armee und Rüstungsarsenale in den Kämpfen
der Ost-Ukraine klären, in einem die Souveränität der Ukraine achtenden Sinne
klären?
Die Widersprüche und Zweideutigkeiten, denen wir in dieser Hinsicht fast
täglich in den Medien begegnen, lassen in beängstigender Weise das Vertrauen
in die russische Politik schwinden und die Gefahr einer Ausweitung des
Konfliktes eskalieren. Vielleicht können Sie ja helfen, dieser Gefahr zu
wehren.

Mit freundlichen Grüßen und guten Wünschen
                                                                     

                                                                     Ihr



Verband NVA/GT e.V
Der Vorsitzende
                                                                                          ISOR e.V.
                                                                                 Der Vorsitzende



Verband NVA/GT * Postfach 1109 * 15331 Strausberg


Herrn Dr. Heino Falcke
Augustinerstraße 34
99084 Erfurt                                                                   Strausberg/Berlin, den 08.07. 2015


Sehr geehrter Herr Dr. Falcke,

im Namen der Unterzeichner des Aufrufs „Soldaten für den Frieden“ bedanken wir uns für Ihr Schreiben, in dem Sie zum Ausdruck bringen, dass Sie die Sorge um den Frieden mit uns teilen.
Sicher sind die Ergebnisse der Beurteilung der gegenwärtigen Lage in Europa und der Welt und auch der Ursachen, die zu dieser Lage führten, unterschiedlich – die Anstrengungen um die Erhaltung des Friedens sollten uns einen.
Wir haben mit Interesse und Zustimmung die Diskussionen und Mahnungen des evangelischen Kirchentages für den Frieden verfolgt. Wir begrüßen das Vorhaben, mittels einer Denkschrift die politische Verantwortung für die Sicherung des Friedens in Europa unter Einbeziehung Russlands deutlich zu machen. Es wäre nach unserer Auffassung ein großer Fortschritt auf dem Wege zur Lösung der Krise in Europa, wenn der derzeitige Ausschluss Russlands aus den verschiedensten internationalen Beratungsgremien aufgehoben, Gespräche aufgenommen und im Weiteren die Sanktionen beendet würden.

Ihre im Schreiben geäußerten Bitten sind uns ein Beweis dafür, dass trotzt differenzierter Betrachtung und Einschätzung der kritischen Situation in der Gegenwart, Vernunft und Gewissen die Oberhand behalten müssen. Unterschiedliche Betrachtungsweisen, einseitige Schuldzuweisungen und Machtspiele sind Anlass, mit dem gesprochenen und geschriebenen Wort klärend zu wirken und nicht zu verschärfen. Wir bemühen uns darum, und die auf dem Kirchentag in Stuttgart beschlossene Resolution dient ebenfalls diesem Zweck. Wenn in Deutschland und Europa immer mehr Menschen von dieser Erkenntnis ausgehen, sollte es möglich sein, durch gemeinsame Anstrengungen ein neues kriegerisches Inferno von der Menschheit abzuwenden.

Bei vielen Begegnungen mit unseren russischen Freunden, nicht zuletzt am 8. Mai d.J., dem 70. Jahrestag der Befreiung, haben wir Gewissheit gewonnen, dass der Wunsch nach Frieden im russischen Volk und seinen Streitkräften tief verwurzelt ist. Wie kein anderes europäisches Volk haben sie unter dem Krieg und seinen Folgen gelitten.
Das gibt uns die Gewissheit, dass Russland bei Wahrung seiner Interessen bereit ist, alles für die Lösung der gegenwärtigen Krise zu tun.

Mit freundlichen Grüßen

Theodor Hoffmann
Admiral a.D.
                                                                            Horst Parton



Liebe Genossen,
dem Aufruf "Soldaten für den Frieden" möchte ich von ganzem Herzen zustimmen.

Mit solidarischen Grüßen
Raimon Brete, Hptm. a.D.
Josephinenplatz 1, 09113 Chemnitz



Lieber Genosse Gerhard Matthes,
ich schließe mich den "Aufruf Soldaten für den Frieden" an.
Ich bitte mich in die Unterschriftenaufstellung dazu einzuordnen.
Der Kampf um den Frieden war und ist eins der wichtigsten Ziele meines Lebens überhaupt.

Oberstleutnant a.D. Manfred Kamprad
(Mitglieds-Nr. 13225)



In der am 20.05.2015 stattgefundenen Mitgliederversammlung der Gesellschaft zur Rechtlichen und Humanitären Unterstützung e.V (GRH) TAG Chemnitz wurde nicht nur der 8. Mai als Tag der Befreiung vom Faschismus und die Leistungen der Sowjetarmee, unter Hinzuziehung zweier Videofilme gewürdigt, sondern auch als weiterer Tagesordnungspunkt der Aufruf ehemaliger Militärs in verantwortungsvollen Funktionen in der Deutschen Demokratischen Republik, Soldaten für den Frieden, diskutiert.
Die anwesenden Mitglieder der TAG, die nicht nur in Staat- und Wirtschaft sondern auch in militärischen Funktionen ihren Beitrag zum Aufbau der DDR geleistet haben waren sich darüber einig, dass die Initiative der führenden DDR-Militärs diesen Aufruf zu formulieren, in der gegenwärtigen Zeit der zunehmenden Gefahr der Ausweitung militärischer Auseinandersetzungen, von hoher Bedeutung ist. 
Die anwesenden Mitglieder der TAG danken den Verfassern des Aufrufes und befürworten ihn aus tiefster Überzeugung.

H. Seiler OSL a.D.
i. A. der Mitglieder der TAG



Ich möchte den Aufruf zu Frieden und Besonnenheit gegen die Aggression des Westens gegen Rußland mit unterstützen und bitte daher darum meinen Namen unter den Aufruf zu setzen.

Claus Prüfer
Hauptgefreiter d.R. (Bundesmarine)



Soeben habe ich mit großer Freude den Aufruf Soldaten für den Frieden, im Internet gelesen.
Ich bin stolz, dass diese Initiative von führenden DDR-Militärs ausgegangen ist.
Der Aufruf zeigt eindeutig allen Menschen, die zunehmende Gefahr der Ausweitung militärischer Auseinandersetzungen in der gegenwärtigen Zeit. Er fordert auch auf, sich offen den Problemen der aggressiven Politik der USA, der NATO aber auch unserer Regierung , gegenüber Rußland, zu positionieren.
Ich unterstütze aus tiefster Überzeugung den Aufruf Soldaten für den Frieden!

Hans-Jürgen Hummel, Oberstleutnant a.D.



Der Freundeskreis Artillerieregiment 3 "Alfred Frank" aus Leipzig gibt seine volle Zustimmung zum Aufruf "Soldaten für den Frieden" das sind:
Oberst a.D. Karl Torner,
die Oberstleutnante a.D. Lothar Böhme, Peter Welschoff
die Majore a.D. Wolfgang Stöckl, Harald Popp, Horst Suckel, Gerd Tomaske



Ich stimme dem Aufruf Soldaten für den Frieden voll inhaltlich zu und begrüße das öffentliche Bekenntnis der Ehemaligen Angehörigen der NVA und GT der DDR für die Erhaltung des Friedens

Kapitän zu See Hermann Achterberg
Regionalgruppe Rostock



Dem Aufruf “Soldaten für den Frieden” gebe hiermit meine uneingeschränkte, vollständige Zustimmung, er entspricht vollinhaltlich meiner Meinung zur gegenwärtigen militärpolitischen Lage in Europa und der Welt.

Mit freundlichen Grüßen
Oberstleutnant a.D. Horst Jüttner
17375 Vogelsang-Warsin, Dorfstraße 89



Werte Genossen!
Herzlichen Glückwunsch zu dem o.g. Aufruf und vielen Dank für die Möglichkeit, sich daran zu beteiligen.
In Anbetracht unserer Geschichte und der gegenwärtigen Lagefindet der Aufruf meine uneingeschränkte Zustimmung.
Als ehemaliger Offizier der Grenzpolizei und der Grenztruppen der DDR war meine Tätigkeit während der gesamten Dienstzeit ausschließlich auf den Erhalt und die Sicherung des Friedens ausgerichtet.
Von daher bitte ich um Aufnahme in die Reihen der Unterzeichner des Aufrufs.

Mit kameradschaftlichem Gruß
Roland Potstawa
Oberstleutnant a.D.



Hallo Herr Matthes,
es ist lange her, dass ich mit Genosse angesprochen wurde. Danke, dass Sie mich in die Liste eingetragen haben. Ich bin aber nur Oberleutnant gewesen.
Ich bitte darum, dass mein Dienstgrad entsprechend korrigiert wird. Ich möchte mir hier nichts erschleichen und mit falschen Federn schmücken. Dieser Aufruf wird garantiert beobachtet. Wenn dort nur höhere Dienstgrade auftauchen, heißt es am Ende: Es sind nur die Alten, die leben in ihrer Vergangenheit und bekleistern nichts mehr. Ich bin zwar mit 51 Jahren nicht mehr der Jüngste, aber noch in einem Alter, wo man Interesse an einer Veränderung der Gesellschaft hat.
Übrigens bin ich mit meiner MZ ETZ 251 in der letzten Woche durch das Baltikum und Polen gefahren. Die Gespräche mit den Menschen dort, die sich genauso Sorgen um diese in dem Aufruf beschriebene Situation machen, haben mir bestätigt, dass ein Jugendaustausch oder ein gegenseitiges Besuchen die Lösung für eine bessere Völkerverständigung ist.
Man ist uns offen und sehr hilfsbereit entgegengetreten. Es wäre eine Schande für uns Deutsche, wenn dieser Vertrauensbonus, den man uns international entgegenbringt, wiederholt durch uns zerstört wird.

Viele Grüße und viel Erfolg mit Ihrer Vereinsarbeit wünscht Ihnen
Holger Thomas.



Oberst a.D. Lothar Matthäus, Mitglied des Ältestenrates unseres Verbandes informierte Frau Reinhold, Witwe des langjährigen Stellvertreters des Ministers und Chefs der LSK/LV, Generaloberst Wolfgang Reinhold, über den Aufruf „Soldaten für den Frieden“.
Frau Reinhold antwortete dem Genossen Matthäus mit dem nachstehenden Brief und legte das Gedicht einer Mitbewohnerin des Seniorenheims, in dem sie lebt, bei.

                                                                                                  Bad Saarow am 02. 06. 2015

Lieber Lothar,

hab vielen Dank für die Übermittlung des Aufrufs der Soldaten für den Frieden. Du kennst einen wesentlichen Teil unseres Lebensweges. Nach dem verheerenden 2. Weltkrieg wußten wir uns mit der Mehrheit unseres Volkes einig, so ein Morden darf es nie wieder geben.
Die Sorge um den Erhalt des Friedens wurde für Wolfgang und mich in der DDR zur Lebensaufgabe, für meinen Mann bis zum General in der NVA, für mich als Lehrerin und Mutter von drei Kindern.
Heute, 70 Jahre nachdem uns maßgeblich die SU vom Hitlerfaschismus, Geld- und Machtgier befreit hat, brennt es wieder ringsum in der Welt. Und die BRD schürt das Feuer durch Lieferung von Waffen und Kriegsgerät in die Krisengebiete. Sie scheut sich nicht einmal davor, unsere jungen Soldaten für fremde Interessen verbluten zu lassen.
Aus tiefstem Herzen schließe ich mich dem Aufruf „Soldaten für den Frieden“ an. ich glaube mich auch im Jahre 2015 mit sehr vielen Menschen mahnend einig in der Forderung: Besinnt Euch bevor es zu spät ist! Es geht um das Leben auf unserem Planeten.
Sicher hast Du, lieber Lothar, keine andere Antwort auf diesen Brief von mir erwartet. Hoffen wir, dass das derzeitige Aufbegehren der Bevölkerung Früchte trägt und mit Vernunft zu Entscheidungen führt, die dem Frieden dienen, im Kleinen wie in Großen.

Mit lieben Grüßen an Traudel von Eurer
                                                          Erika Reinhold

 

Unsere Erde



Ich stimme dem Aufruf aus tiefer Überzeugung zu.
Seit der Niederlage des Weltsozialismus 1989/1990 war die Gefahr eines Krieges der NATO unter USA-Führung gegen Russland noch nie so groß wie jetzt. Die unipolare Welt ist entgegen allen Beteuerungen nicht sicherer geworden.
Vielen Dank den Initiatoren des Friedens. Sie setzen damit die friedensbewahrende Tradition der militärischen Kräfte der DDR fort.

Mit solidarischen Grüßen
Dr.-Ing., Diplom-Gesellschaftswissenschaftler Peter Lachmann

 


 

 

 

 

Einschätzung der Reaktionen auf den Aufruf :
„Soldaten für den Frieden“

1.) Der Aufruf: Soldaten für den Frieden, der auf Initiative der Vorstände von ISOR und dem Verband zur Pflege der Traditionen der NVA/GT der DDR am 5.5. der Öffentlichkeit übergeben wurde ist mehr als eine kurzzeitige Information oder Kampagne zum 70. Jahrestag der Befreiung.

Für beide Vereine ist er ein bedeutsames Dokument für längere Zeit, weil er die große Verantwortung für die brennendste Frage unserer Zeit: KRIEG und FRIEDEN eindrucksvoll unter Beweis stellt. Damit bekunden wir der Öffentlichkeit, dass wir uns als Vereine nicht nur mit den internen Fragen der Rentengerechtigkeit und Traditionspflege, die uns persönlich betreffen, beschäftigen. Wir existieren nicht im luftleeren Raum, sondern stehen mitten im Leben und die weitere Entwicklung der Gesellschaft und der Fortbestand ihrer Existenz kann und ist uns nicht gleichgültig.

Wir hatten bei der Erarbeitung des Inhaltes und der Vorbereitung der Pressekonferenz nicht damit gerechnet, dass er weit über die Grenzen Deutschlands hinaus Beachtung und Anerkennung finden würde.

Bei aller differenzierter Wertung muss man einschätzen:

Es hat sich bestätigt, was die Beiden Vorsitzenden Theo Hoffmann und Horst Parton in ihren Statements bei der Pressekonferenz hervorgehoben haben.

Der Aufruf unterstreicht die berechtigte Sorge der Unterzeichner zur dramatischen Entwicklung der internationalen Situation in Richtung Krieg durch die Zuspitzung aller militärischer Aktivitäten seitens der USA und der NATO gegen Russland, besonders seit Beginn der Ukraine Konfliktes.

Es gibt auch uneingeschränkte Zustimmung, dass die Unterzeichner als verantwortliche Militärs der NVA der DDR sowohl berechtigt, aber auch bestens dafür prädestiniert sind sich an die Öffentlichkeit zu wenden. Es wird gewürdigt, dass sie fast 4 Jahrzehnte eine deutsche Armee geführt haben und sich in dieser Zeit keinen einzigen Tag im Kriegszustand befunden haben Man erkennt an, dass es höchste Zeit ist, dass sich jene zu Wort melden, die am besten einschätzen können was ein möglicher militärischer Konflikt für Folgen in Europa haben könnte.

Das sind jene Passagen die besondere Beachtung bei der Zustimmung finden.

Wenn man die bisherige Reaktion auf diesen Aufruf einschätzen will, muss man im Internet bei Google nur eingeben: Aufruf: Soldaten für den Frieden. Da findet man eine hundertfache Reaktion von Presseorganen, Tele- Kommunikationen, aber auch viele persönliche Stellungsnahmen anerkannter Persönlichkeiten. Um nur einige anzuführen:

  • die JW;
  • das Organ der KPD: Die rote Fahne
  • die Berliner Zeitung, den Kurier;
  • die Zeitung der Komm. Partei Kubas: Granma
  • Spiegel online, Focus online;
  • Compakt Magazin für Souveränität
  • Ceiber-Weiber erstes Frauen Online Magazin
  • der Freitag, unabhängige Wochenzeitung für Politik;
  • Marxismus-Leninismus konkret
    (Plattform für Kom./Sozi.)
  • ständige Publikumskonferenz des öffentl.
    rechtlichen Mediums
    (Medienanalyse, Medienpolitik);
  • slimlife.eu ( freie Energie für alle );
  • ARIVA.DE (Börsenzeitung, Finanzwirtschaft)
  • den russischen Nachrichten und TV Sender: Sputnik;
  • den russischen Sender: Russia Today TV;
  • die Botschaften Kubas und Venezuelas; u.andere.

In der Aufzählung fehlen leider das ND, "Rotfuchs" und die einschlägigen Landeszeitungen.

Auf vielen Zusammenkünften und Veranstaltungen unserer beiden Vereine, aber auch weiterer linker Organisationen wurde der Aufruf in den letzten Wochen diskutiert, begrüßt und Unterstützt.

Der Aufruf lebt weiter, ist angenommen wurden und wird in der weiteren Auseinandersetzung um Krieg und Frieden einen gebührenden Platz einnehmen.

2.) Aus der Vielzahl der positiven Reaktionen einige Beispiele:

  • Als ersten das Mitglied des Vorstandes der Partei "Die LINKE" und Bundestagsabgeordneten Wolfgang Gehrke.

    Er teilt uns mit: Ich habe mich sehr über die Erklärung "Soldaten für den Frieden" gefreut und empfinde diesen Aufruf als eine starke Unterstützung meiner Arbeit. Ich hoffe. dass das, was ich im Bundestag tun kann, auch von Euch als eine Unterstützung eurer Position empfunden wird. Mein Dank gilt allen Unterzeichnern dieser Initiative. Ich würde gern mit ihnen und euch weiter zusammenarbeiten."

    Es freut uns besonders, dass gerade Wolfgang Gehrke sich so über unseren Aufruf äußert. Für uns ist er mit seiner klaren politischen Haltung ein Hoffnungsträger linker Politik im Parteivorstand. An sich hatten wir vor, dass er heute hier zu uns spricht. Das war aus Termingründen leider nicht möglich. Wir werden das in Kürze nachholen und zugleich verbinden mit einer Information über den Bielefelder Parteitag.

  • Als nächste möchte ich den Brief der kubanischen Botschaft an Armeegeneral a.D. Heinz Kessler und alle Unterzeichner des Aufrufes erwähnen. Mit großen Interesse haben sie unseren Aufruf zur Kenntnis genommen. Begrüßen ihn und ziehen viele Parallelen zur konsequenten Friedenspolitik Kubas. Auch was die Haltung zur Sowjetarmee im 2. WK betr. und zur russischen Politik in der Gegenwart. Wir sollten diesen Brief veröffentlichen.


  • ich nenne "Die Rote Fahne" Zentralorgan der KPD, die ihm ganzseitig auf der ersten Seite ihrer Juni Ausgabe veröffentlichte.


  • die "Junge Welt" vom 6.5., die den Aufruf auf der ersten Seite ihrer Ausgabe mit der Überschrift "Generäle sagen nein - Soldaten für den Frieden " veröffentlichte. Tage danach gab es eine Vielzahl von Leserzuschriften, mit positiven Äußerungen und Zustimmung.

  • den Beitrag des russischen Fernsehkanals "Sputnik" - "Biker gegen Faschismus-Generäle für den Frieden"

  • den österreichischen General i.R. Friedrich Hessel mit seinen Interview "Wir erleben eine geradezu lächerliche Kriegsrhetorik", der unseren Aufruf begrüßt und inhaltlich voll unterstützt.

  • der ev. Probst i.R. Dr. Heino Falke: er schreibt: "Ihren Aufruf habe ich mit großem Interesse gelesen. Ich teile Ihre Sorge um den Frieden in Europa.... Der Konflikt in der Ukraine und um die Ukraine zeigt wie dringlich es ist, sich für diese Ziele einzusetzen. Solches Engagement kann politisch nur wirksam werden, wenn sich viele Kräfte von vielen Seiten dafür einsetzen. Darum begrüße ich Ihren Aufruf. Gerade weil er von Militärs kommt, hat er ein spezifisches Gewicht. Einige seiner Sätze habe ich mir unterstrichen."
    Wir danken dem Probst Dr. Falcke für eine solche aufrichtige, bekennende Zustimmung zu unseren Aufruf. Genau deshalb haben wir uns an die Öffentlichkeit gewandt.

  • Willy Wimmer, ehemaliger parl. Staatssekretär des Bundesverteidigungsministers, über 10 Jahre für die CDU im Bundestag.
    Es ist eine hohe Wertschätzung für uns, wenn er einleitend feststellt:
    "Es ist in deutschen und europäischen Militärgeschichte ein einmaliger und hoch zu schätzender Vorgang gewesen, in welch konstruktiver Weise die bewaff. Kräfte der DDR in der NVA den Prozess in Europa, der zur Wiedervereinigung geführt hat, angestoßen, begleitet und erfolgreich zu Ende geführt haben. Die Angeh. der NVA gehörten als Speerspitze der Streitkräfte des WV zu denen, die die Folgen einer milit. Auseinandersetzung in Europa und damit in Deutschland beurteilen können. Es zeichnet die Verfasser dieses Aufrufes aus, dabei die historische Entwicklung und die daraus resultierende Verpflichtung deutlich in ihrem Aufruf anzusprechen."
    Wimmer hat sich zu Fragen Krieg und Frieden in Europa erneut sehr prinzipiell zu Wort gemeldet. In der ersten Sendung" Politik verstehen. - Krieg oder Frieden in Europa" der Filmproduktion NUOVISO hat er bemerkenswerte Einschätzungen getroffen. So u.a. - Merkels Bemerkung "Annexion der Krim war verbrecherisch" ; er kontert: "verbrecherisch ist Amerikas Blutspur der völkerrechtwidrigen Kriege seit 1990" ; "ohne kriegerische Konflikte kann Amerika nicht mehr existieren"; oder "Gauck hat mit seiner Waffen- und Einsatzrede nur "GA-GA" gesagt, diese Laferei versteht niemand mehr;

  • ein letztes Beispiel: der Autor und Schriftsteller Bernhard Lauterbauch ist so begeistert von unseren Aufruf, dass er sein neustes Buch "Bürgerkrieg in der Ukraine" allen Erstunterzeichnern kosten los übergibt, als Anerkennung dieser friedenspolitischer Initiative.



3. Ablehnende und ketzerische Haltungen zum Aufruf

Es gibt aber, wie nicht anders erwartet, auch Äußerungen im Stile des kalten Krieges, der Hetze und Verleumdung.
An dieser Art Reaktion zeigt sich, wie recht wir im Aufruf haben, wenn wir auch Ross und Reiter für die entstandene Kriegsgefahr klar und eindeutig benennen.

Auch dazu einige Beispiele:

  • der Brief vom CDU Parteivorstand. ( wir anerkennen, dass sie geantwortet haben.) In der Antwort wird die NATO und die deutsche Sicherheitspolitik im Interesse des Friedens und der Demokratie verteidigt, unsere Argumente als einseitig und nicht richtig eingeschätzt, Russland wird verurteilt und als Aggressor beschimpft. Also insgesamt eine ablehnende Haltung.

  • wie ein betroffener Hund, reagierte der Generalsekretär der CDU, Peter Taubert, hasserfüllt, in dem er geiferte:
    "Sehr geehrte Herren, nicht als frei und direkt gewählter Abgeordneter des deutschen Parlaments, sondern als deutscher Offizier schreibe ich Ihnen. Ich habe ihr Pamphlet gelesen. Dass sie sich nicht schämen. Sie haben selbst einer Ideologie gedient, die Hass und Missgunst verursachte. Sie waren willige Erfüllungsgehilfen einer fremden Macht. Sie haben jedes Recht verwirkt sich als deutsche Offiziere zu äußern- und erst recht keinen Anspruch darauf, das Wort Frieden in den Mund zu nehmen."
    - dümmer geht es nicht.
    Mehr kann man von diesen deutschen Offizier (Offz. der Reserve der BW) und in der Freizeit Büttenredner beim Wächtersbacher Carneval Verein, nicht erwarten.

  • die Informationen über die Pressekonferenz in der Berliner Zeitung und dem Kurier;
    mit vielen gehässigen Kommentaren;

  • Spiegel-ONLINE vom 22.5.
    Unter der Überschrift: "Antifaschistischer Wortschwall";
    - ein paar Kostproben daraus:
    "Der antifaschistische Wortschwall zeigt vor allem eins: Die Verfasser in ISOR sind böse auf die Besserwessis in Washington, Brüssel und Berlin."
    Die Autoren des Briefs, eine Art Zentralkomitee zur Bewahrung der Militär-Ostalgie, erregen nicht zum ersten Mal Aufsehen. Vor 2 Jahren marschierten Dutzende Veteranen in DDR Uniformen vor dem sowjetischen Ehrenmal in Berlin auf. Ein Gerichtsprozess ließ nicht lange auf sich warten."

    "Auch der frühere DDR Verteidigungsminister Heinz Keßler, der wegen Totschlags von Republikflüchtigen ein paar Jahre in Haft verbrachte, unterzeichnete den Brief an die Bundestagsabgeordneten." Man könnte im Ukrainekonflikt für eine Deeskalation auf beiden Seiten werben, für eine Achtung des vereinbarten Waffenstillstandes, für den Respekt vor der territorialen Unversehrtheit von Staaten. Man könnte, doch NVA Veteranen können das offenbar nicht."

  • Äußerungen einiger Bundestagsabgeordneten und anonyme Reaktionen gehen in die gleiche Richtung.
    So schrieb der CDU Abgeordnete des DBT Carsten Müller:
    " Ihr Aufruf ist von verurteilten Totschlägern und sonstigen Günstlingen des SED Unrechtsregimes unterzeichnet."

    Einige fordern: wir sollten besser den Mund halten, denn noch immer erhalten wir eine Rente.

Diese unkultivierten, und von Hass geprägten Bemerkungen ändern nichts an der vorwiegend positiven Bewertung.
Die Mehrheit der Öffentlichkeit nimmt ihn als eine notwendige, eindringliche Friedensdepesche gegen einen drohenden Krieg wahr.



4. Wie weiter mit diesen Dokument?
1.) Dieses Dokument wird uns in der Auseinandersetzung zu den Grundfragen unserer Zeit ein wichtiger Helfer und Begleiter sein. In den kommenden Wochen und Monaten werden die Hetze, die Verleumdungen und Diskriminierungen im Zusammenhang mit dem 25.Jahrestag der Angliederung der DDR an die BRD erneut eine Steigerung finden. Wir sollten bei unseren Auftreten und in Erwiderung der Angriffe immer wieder betonen, so wie im Dokument hervorgehoben, solange die DDR und der WV bestand herrschte in Europa Frieden und Ordnung. In dieser Zeit hat sich auch die BRD nicht an kriegerischen Abenteuern in der Welt beteiligt. Erst mit der "Wiedervereinigung" und dem Anschluss des ganzen Deutschland an die NATO ging auch von deutschen Boden wieder Krieg aus.So wie es Wimmer ausdrückt: die bewaffneten Organe der DDR haben in dieser Zeit den Frieden garantiert. Damit wird der Inhalt des Aufrufes zur wichtigen Argumentationslinie in dieser Auseinandersetzung.

Deshalb sollten wir diesen Aufruf weiter überall dort verteilen wo der politische Disput geführt wird. Auch dort wo befreundete Vereine, Organisationen und die Partei die LINKE sich trifft. An der Basis ist heute schon die Zustimmung wesentlich stärker spürbar als bei den zentralen Vorständen.

2.) Neben den 114 Erstunterzeichnern haben sich inzwischen weitere 249 Angehörige der bewaffneten Kräfte (vom General bis zum Soldaten), aber auch Bürger unseres Landes die nicht gedient haben, vorwiegend über das Internet angeschlossen. So u.a. als Jungpionier der DDR oder auch als Wehrdienstverweigerer der BRD. Deshalb müssen wir weitere Menschen für die Zustimmung zum Aufruf gewinnen und ihnen empfehlen über das Internet ihre Zustimmung zu geben. Das ist sowohl bei ISOR und beim Verband zur Pflege der Traditionen der NVA/GT der DDR auf der jeweiligen Webseite möglich.

3.) Im nächsten Jahr will das Bundesverteidigungsministerium eines neues Weißbuch als Sicherheitspolitische Orientierung herausgeben. Um sich eines demokratischen Mantels dabei zu bedienen sollen eine Vielzahl öffentlicher Diskussionen dazu stattfinden. Dort bieten sich gute Gelegenheiten auf der Basis unseres Aufrufes zum Wirken der bewaffneten Kräfte der DDR Stellung zu nehmen und unseren Standpunkt zu den Fragen Krieg und Frieden in der Gegenwart darzulegen.

Eine solche Veranstaltung hat vergangener Woche bereits in Strausberg stattgefunden, auf der unsere Genossen vom Verband und ISOR sehr eindrucksvoll ihren Standpunkt vertreten haben, einschließlich zum Aufruf: Soldaten des Volkes.

Abschließend ein Wort in eigner Sache:
- Ein großes Dankeschön gilt Wolfgang Schmidt und Kerstin Siegel für die umfangreiche logistische Arbeit: Anschreiben; Einladung zur Pressekonferenz; Übersendung des Aufrufes; Registrierung; jetzt Übersendung der Bücher;

- Dank an die Beiden Vorsitzende Theo Hoffmann und Horst Parton, die sich Beide direkt eingeschaltet haben und für die Statements bei der Pressekonferenz;

- Dank an Manfred Grätz, Gerhard Matthes, Horst Bischoff und Bernd Biedermann, sie haben dazu beigetragen, dass ein solch wichtiges Dokument in kurzer Zeit, mit einem solchen anspruchsvollen Inhalt der Öffentlichkeit übergeben werden konnte.

Eine Konferenz oder gar größere Beratung war aus zeitlichen Gründen nicht möglich, deshalb waren individuelle Konsultationen erforderlich.

Dank am Helmut Semmelmann und Prof. Grasnick von der GbM; auch an Heinz Calvelage;

- die nicht geringen finanziellen Kosten hat auf Beschluss des Vorstandes ISOR getragen (ganz abgesehen von den großen zeitlichen Aufwand)

Dieser Aufruf ist ein Beweis der Kraft und Stärke und des Einflusses unserer beider Vereine.