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B. Biedermann, Huronseestr. 72, 10319 Berlin

Chefredaktion der B.Z.
z.H. Frau Miriam Krekel
B.Z. Ullstein GmbH

Axel-Springer-Str. 65
10888 Berlin
                                                                                      

                                                                                                        Berlin, 10.3.2017

 


Sehr geehrte Frau Krekel,

aus gegebenem Anlass bitte ich Sie, den folgenden offenen Brief an Ihren Mitarbeiter Tomas Kittan weiterzuleiten.

Informieren Sie ihn auch bitte darüber, dass dieser Brief auf dem Internetportal des Verbandes zur Pflege der Traditionen der Nationalen Volksarmee und der Grenztruppen der DDR veröffentlicht wird.

Haben Sie Dank für Ihre Bemühungen.

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Biedermann

 

 

Sehr geehrter Herr Kittan,

Sie haben am 27.2. d.J. in der B.Z. und im Internet einen Artikel veröffentlicht unter der Überschrift

"NVA-Treffen in Potsdam – Sie feiern eine Armee, die es nicht mehr gibt“.

Diese Überschrift ist noch das Beste an dem gesamten Artikel, der insgesamt unterschwellig abwertend, ja zum Teil boshaft und beleidigend ist. Zudem lässt Ihr Beitrag jede Sachkenntnis vermissen und enthält bewusst falsche Aussagen.

Falsch ist, dass sich über 100 ehemalige Offiziere der NVA in Potsdam trafen, um den Tag ihrer Armee zu feiern.

Richtig ist: Es trafen sich über 200 ehemalige NVA-Angehörige, um an der offiziellen Vorstellung des Buches „Die 1. MSD der NVA“ von Dr. Klaus Froh teilzunehmen.

Falsch ist, dass die ehemaligen NVA-Offiziere deshalb keine Uniform trugen, weil sie Angst vor Strafverfolgung haben, aber fast alle sich ihr Ehrenabzeichen an den Kragen gesteckt hatten.

Richtig ist: Es gab und gibt für sie keinen Grund, die Uniform ihrer aufgelösten Armee noch zu tragen. Es waren auch keine Ehrenabzeichen, die eine Vielzahl von ihnen trug, sondern es waren die Abzeichen ihrer wissenschaftlichen Qualifikation, die sie an Militärakademien und Hochschulen erworben haben.

Falsch ist, dass Horst Zander es vom Melker bis zum Generalmajor schaffte.

Richtig ist: Horst Zander stieg vom Molkereifacharbeiter zum Generalleutnant auf – ein Aufstieg, der zweifellos nur besonders fähigen und gebildeten Männern gelang.

Es entbehrt nicht einer gewissen Perfidie, dass Sie im Gespräch mit ihm versucht haben, den Generalleutnant a.D. hinters Licht zu führen. Sein Sohn, Rolf Zander, der an dem Gespräch teilnahm, war regelrecht entsetzt, als er las, welche Aussagen Sie seinem Vater untergeschoben haben. Horst Zander hat zu keiner Zeit gejammert, sondern sachlich bemerkt, dass seine Alters-bezüge in Höhe von ca. 2000 Euro geringer sind, als die eines Feldwebels der Bundeswehr.

Falsch ist, dass auf den 61. Jahrestag der NVA angestoßen wurde.

Richtig ist: Es gab keinen solchen Trinkspruch.

Falsch ist auch die Ankündigung, dass am 28. Februar im Hotel Abacus die größte Veranstaltung geplant war.

Richtig ist: Es gab keine derartige große Veranstaltung.

Dem aufgeklärten Zeitgenossen, der sehr wohl Ihre Vita kennt, stellt sich die Frage: Wie kann einer mit Ihrem Bildungsweg und Werdegang zu solchen falschen, verlogenen und teilweise sogar infamen Aussagen kommen?
Sie dürfen sich deshalb nicht wundern, wenn Sie von uns in Zukunft nicht mehr zu ähnlichen Anlässen eingeladen werden.

Falls Sie wissen möchten, wer Ihnen diesen Brief schrieb, geben Sie einfach meinen Vor- und Zunamen bei Google ein.

In der Hoffnung, dass Sie in Zukunft mehr Contenance wahren,

verbleibe ich mit freundlichen Grüßen

Bernd Biedermann