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Teilnahme am Rundtischgespräch aus Anlass des 25. Jahrestages des Abzuges der russischen Truppen aus Deutschland am 16.05.2019 in Moskau

Auf Einladung des Präsidenten des Verbandes der Veteranen der Gruppe der Streitkräfte in Deutschland. Generaloberst A. W. Te­rent­jew, nahm eine Delegation unseres Verbandes unter Leitung des Vorsitzenden, Oberst a.D. Friedemann Munkelt, an der hoch­karätig besetzten Diskussionsrunde teil.

Generaloberst Terentjew eröffnete die Beratung mit einem Überblick über den Verlauf des Abzuges im Zeitraum von vier Jahren, es war die größte Truppenverlegung in Friedenszeiten.

25. Jahrestages des Abzuges der russischen Truppen aus Deutschland
Präsidium, von links W.P. Terechow, GO A.W. Terentjew, W.M. Grinin

Es folgten zwei Beiträge der ehemaligen Botschafter der Sowjetunion/Russische Föderation, W. P. Terechow und W. M. Grinin. Beide setzten sich sehr kritisch mit der Politik eines Gorbatschow und Jelzin auseinander, sie sprachen von einem Bruch des politischen Systems in Europa.

Es folgten Wortmeldungen sowohl zu den militärpolitischen Begleitumständen, als auch zum gewal­tigen Ausmaß der Rückführung, betraf es doch u.a. über eine halbe Million Personalbestand. Aus der deutschen Sicht ergriff der ehemalige Bevollmächtigte der Landesregierung Brandenburg für diesen Prozess, Herr Helmut Domke, das Wort und ging auf die Vielschichtigkeit der Anwesenheit der Truppen auf deutschem Territorium ein. Auch der Militärattaché der Bundesrepublik, Brigadegeneral Ernst-Peter Horn, äußerte sich und warb für gegenseitiges Vertrauen.

Beeindruckend war das Auftreten des 97-jährigen Kriegsveteranen W. P. Schabanow, ausgezeichnet u.a. mit drei Rotbannerorden. In freier Rede zeigte er an Hand von Zahlen den gewaltigen Beitrag der Sowjetunion, sowohl der Roten Armee als auch der Zivilbevölkerung, bei der Zerschlagung des Fa­schis­mus auf.

Oberst a.D. Munkelt überbrachte die Grüße unseres Verbandes. Er erinnerte daran, dass die Gründung der DDR und die damit verbundene Schaffung der Nationalen Volksarmee und der Grenztruppen der DDR eine Folge des Sieges der Sowjetunion im Großen Vaterländischen Krieg war und das an der Trennlinie zweier Weltsysteme. Dies prägte auch die herzlichen Waffenbrüderschaftsbeziehungen bis zur Herauslösung der NVA aus dem Warschauer Vertrag. Verwiesen wurde durch ihn auch auf die Tatsache, dass in der Folge die gesamte Führung der NVA und der Grenztruppen der DDR vor Gericht gestellt wurde. Unterstrichen wurde: ohne den Einschluss Russlands wird es kein funktionierendes Sicherheitssystem in Europa geben.

Eine Vielzahl von Gesprächen am Rande des Treffens, bzw. danach, zeugte von den nach wie vor bestehenden freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Angehörigen unserer Verbände.

Ein besonderer Höhepunkt am Folgetag war ein Besuch der Akademie des Generalstabes, die von den Delegationsmitgliedern Oberst a.D. Munkelt, Oberst a.D. Zander und OSL a.D. Möckel absolviert wur­de, von letzterem mit Goldmedaille, was im großen Festsaal der Akademie zu lesen ist. Die Freund­schaft zwischen uns lebt nach wie vor und gibt Hoffnung auf die Zukunft.

25. Jahrestages des Abzuges der russischen Truppen aus Deutschland 25. Jahrestages des Abzuges der russischen Truppen aus Deutschland
Gruppenfoto unserer Delegation mit General-
oberst Terentjew
v.l.n.r. OSL a.D. Eckehardt Möckel, Oberst a.D.
Friedemann Munkelt, Oberst a.D. Michael Ah­lendorf, Oberst a.D. Rolf Zander, Major a.D. Wulf Richter
 
25. Jahrestages des Abzuges der russischen Truppen aus Deutschland 25. Jahrestages des Abzuges der russischen Truppen aus Deutschland
vor der Generalstabsakademie OSL a.D. Möckel vor der Tafel mit seinem Namen
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