29.09.2026
Zum Gedenken an eine Heldentat
Unweit von Allstedt im heutigen Land Sachsen Anhalt befand sich zu DDR-Zeiten der Fliegerhorst einer Einheit der sowjetischen Luftstreitkräfte. Nicht selten flogen die Jagdflugzeuge über die Kreisstadt Sondershausen, manchmal sehr tief über die Häuser und immer mit einem markanten nervenden Geräuschpegel. Am 27.September 1979 war das anders! Über Sondershausen zeigte sich gegen 16.30 Uhr ein brennendes sowjetisches Jagdflugzeug. Viele Sondershäuser waren Augenzeugen dieser sich anbahnenden Katastrophe. Es bestand die Gefahr, dass dieses Flugzeug über der Stadt, konkret über dem Neubaugebiet Borntal, abstürzen könnte und dabei viele Menschen in Mitleidenschaft gezogen würden. Der sowjetische Pilot erkannte wohl auch das nahende Inferno für die Kreisstadt und verzichtete auf die Nutzung des Schleudersitzes, trotz erteilten Befehl durch die Kommandostelle bei Allstedt. Er schaffte es die Maschine über die Stadt zu steuern. Diese stürzte im Possenwald, ca. 400 Meter hinter dem Borntal, ab und zerschellte. Der MIG-21 Pilot, Leutnant M.W. Rybalko, gebürtiger Ukrainer, kam bei dieser Katastrophe ums Leben. Er starb mit 23 Jahren damit andere Menschen nicht zu Opfern wurden!
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Über viele Jahre blieb dieses Ereignis den Bürgern der Stadt in Erinnerung. Aber es vergingen über 40 Jahre bis ein ortsansässiger Verein sich entschloss, dem Helden, Leutnant der Sowjetarmee Michail Wladimirowitsch Rybalko, geboren am 22. November 1956 in Tschernihiw, einen Gedenkstein in der Nähe der Absturzstelle, zu errichten.
Wir, die Mitglieder des Verbandes zur Pflege der Traditionen der NVA und den Grenztruppen der DDR, Regionalgruppe Erfurt, halten es für unsere Pflicht an diesen Helden zu erinnern. Im Auftrag des Verbandes legten wir am Gedenkstein, an der Absturzstelle, Blumen nieder und gedachten in einer Schweigeminute diesem Helden.
Oberstleutnant a.D. Klaus Bühling