Exkursion am Vorabend des Überfalls Deutschlands
auf die Sowjetunion zur Gedenkstätte „Seelower Höhen“
und zu dem Schlachtfeld „Reitweiner Sporn“

Am 21.06.2019 unternahm eine kleine Gruppe der RG Berlin eine Exkursion zur Gedenkstätte „See­low­er Höhen“. Diese war dem Gedenken an den Überfall des faschistischen Deutschlands auf die Sow­jet­union gewidmet. Begleitet wurden wir von 3 Vertretern der öffentlichen Organisation „Offiziere Russ­lands“ und „Desant e.V.“

In der Gedenkstätte „Seelower Höhen“ besuchten wir zuerst die Ausstellung und sahen uns den In­for­mationsfilm an. Diese frischten unsere Kenntnisse zu den Ereignissen vor 74 Jahren wieder auf. Bereits im Mai 1945 gab der sowjetische Oberbefehlshaber der Schlacht, Marschall Schukow, den Befehl zum Bau des Ehrenmals. In nur fünf Monaten stellten Lew Kerbel und Wladimir Zigal die Mo­nu­men­talstatue her und ließen sie auf dem Plateau oberhalb des heutigen Museums aufstellen. Die Einweihung fand am 27. November 1945 statt. Das Gebäude unterhalb der Plastik entstand 1972 als Teil der Gedenkstätte der Befreiung, mit der die DDR eine Neuausrichtung des Ehrenmals vornahm. Nach der Wende wurde die Gedenkstätte neu gestaltet. Dies führte zu einer Neuausrichtung, die im Jahr 1995 erstmals gezeigt wurde. Im Anschluss erinnerte unser Vorsitzende Gen. Eichler vor der Statue in einer kurzen Rede an die sowjetischen Soldaten, die für die Befreiung vom Hitlerfaschismus ihr Leben gaben. Er verwies auf den Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 und auf dem im Jahre 2020 bevorstehenden 75. Jahrestag der Befreiung vom Hitlerfaschismus. Im Namen der RG Berlin legte er an der Statue ein Blumengebinde zu Ehren der gefallenen Sowjetsoldaten ab. Auch die Vertreter der uns begleitenden Organisationen legten ihre Blumen vor dem Ehrenmal ab.

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Gedenkstätte Seelow

 

Gedenkstätte Seelow

 

Gedenkstätte Seelow

Gedenkstätte Seelow

 

 Von der Gedenkstätte „Seelower Höhen führte uns der Weg zum „Reitweiner Sporn“

Die Rote Armee nutzte diesen strategisch wichtigen Punkt mit Panoramablick 1945 für ihre Groß­offen­sive auf die Seelower Höhen - zehn Wochen währende erbitterte Kämpfe, die zur schwersten Schlacht des Zweiten Weltkriegs auf deutschem Boden wurde. Die Eingänge zum inzwischen einsturzge­fähr­de­ten Shukov-Bunker auf dem Reitweiner Sporn sind zwar heute noch sichtbar, aber aus Sicherheits­grün­den versperrt. Auch der Gefechtsstand auf dem Hügelkamm, von dem aus in den frühen Mor­gen­stunden des 16. April 1945 das gefunkte Codewort «Sirene» den Angriff auslöste, ist noch erkennbar. Von dieser Sicht auf das Schlachtfeld in Richtung Seelower Höhen konnten wir leider nicht mehr sehr viel erleben, da der Baumbewuchs nach 74 Jahren diese versperrte. Der nach wie vor mit Löchern und Gräben übersäte Hügel ist inzwischen komplett als Kriegsdenkmal ausgewiesen und zählt neben der Gedenkstätte auf den Seelower Höhen zu den wichtigsten Anziehungspunkten für geschichts­inter­essierte Touristen in der Oderregion. Weiter führte uns unsere Exkursion nach Lebus. Lebus wurde bei den Kampfhandlungen im Zuge der Schlacht um die Seelower Höhen fast völlig zerstört und in den 1950-er/1960-er Jahren wieder aufgebaut. Auch wurde in Lebus eine sowjetische Kriegsgräberstätte mit ca. 4400 Gräbern der gefallenen Sowjetsoldaten angelegt. Auch hier legte die Delegation der RG Berlin zu Ehren und Gedenken der gefallenen Helden Blumen nieder. Positiv fiel uns die die Pflege und Sauberkeit der Anlage auf. Danke an die Gemeinde! Vom Ehrenhain ging es zum Anglerheim Lebus an die Oder. Hier nahmen wir unser Mittagsmahlzeit ein und stärkten uns. Die Pause gab auch Gele­gen­heit, über das bisher Gesehene zu diskutieren und Erkenntnisse auszutauschen.

Gedenkstätte Seelow

Gedenkstätte Seelow

Gedenkstätte Seelow

Auf dem Reitweiner Sporn Gedenkstätte Lebus Im Anglerheim

 

Auf der Rückfahrt nach Berlin besuchten wir den sowjetischen Ehrenfriedhof.

Müncheberg war Teil der dritten und letzten deutschen Verteidigungslinie bei der Schlacht um die Seelower Höhen. Nach der Einnahme der Stadt durch die Rote Armee war der Weg nach Berlin offen. Schon kurz nach Kriegsende wurden die ersten Toten zum Kirchberg umgebettet und am 1.Mai 1947 der Friedhof mit einem Obelisken eingeweiht. Die heutige Anlage entstand Ende der 1970-er Jahre und ist terrassenförmig angelegt. In der Mitte ist ein großer Stern mit den Wappen der 15 Sowjetrepubliken eingelassen. Sie verdeutlichen, dass die hier bestatteten 239 sowjetischen Opfer vielen verschiedenen Nationalitäten angehörten. Zum Abschluss unserer Exkursion bot sich uns ein entsetzlicher Anblick eines ungepflegten und verwahrlosten Friedhofes. Wir waren schockiert über die teilweise verfallenen Gräber, umgestürzte, teils entwendeten Grabsteine. Angesichts unserer russischen Begleitung war dies für uns eine Blamage und eine Schande, diesen Zustand vorzufinden!

  

Gedenkstätte Seelow

Gedenkstätte Seelow

Gedenkstätte Müncheberg

Als Mitglieder des Verbandes zur Pflege der Traditionen der NVA und Grenztruppen e.V. sprechen wir unsere Empörung aus! Ruhm und Ehre den hier bestatteten gefallenen Sowjetsoldaten!

Jürgen Pfretzschner, RG Berlin

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