22.04.2026
Gedenkveranstaltung am 16. April 2026 auf der Gedenkstätte Seelower Höhen
Liebe Genossen und Genossinnen, liebe Freunde und Sympathiesanten des Verbandes zur Pflege der Traditionen der Nationalen Volksarmee und Grenztruppen der DDR,
mit einer Gedenkveranstaltung ist am 16. April 2026 an der Gedenkstätte Seelower Höhen an die Kämpfe um die Seelower Höhen im 2. Weltkrieg erinnert worden. Die Schlacht markierte den Auftakt der sowjetischen Großoffensive auf Berlin und gilt als eine der verlustreichsten Auseinandersetzungen auf deutschem Boden in den letzten Kriegstagen 1945.
An den Kämpfen waren auf sowjetischer Seite rund eine Million Soldaten beteiligt, unterstützt von mehreren tausend Panzern und Geschützen. Ihnen standen etwa 100.000 deutsche Soldaten gegenüber, die die strategisch wichtigen Höhen östlich von Berlin verteidigten. Trotz massiven Artillerieeinsatzes und zahlenmäßiger Überlegenheit stieß die Rote Armee zunächst auf heftigen Widerstand. Erst nach mehrtägigen Gefechten gelang der Durchbruch durch die deutschen Linien.
Die Verluste waren auf beiden Seiten erheblich. Schätzungen gehen von mehr als 30.000 gefallenen sowjetischen Soldaten sowie mehreren zehntausend Toten und Verwundeten auf deutscher Seite aus. Mit dem Fall der Seelower Höhen war der Weg für den weiteren Vormarsch auf Berlin und dem nahenden Kriegsende frei.
An der diesjährigen Gedenkveranstaltung beteiligten sich unter anderem die Regionalgruppen Strausberg und Berlin des Verbandes zur Pflege der Traditionen der Nationalen Volksarmee und Grenztruppen der DDR, die DKP, die GRH, die ISOR, die OKV, der Fallschirmjägerverband Ost e.V. und viele weitere.
Die Teilnehmer warteten vor Beginn der Kranzniederlegung auf das Eintreffen der Vertreter der russischen Botschaft in Deutschland und dessen Botschafter Sergej Netschajew.
Die Sowjetunion hatte im "Großen Vaterländischen Krieg" besonders hohe Opfer gebracht und die entscheidende Rolle bei der Befreiung Deutschlands und Europas vom Nationalsozialismus gespielt. Vor diesem Hintergrund muß man die Bedeutung der Erinnerungskultur angesichts aktueller politischer Spannungen besonders hervorheben.
Als wir die Kränze und Blumen niederlegten, waren wir in unseren Gedanken bei den Gefallenen und deren Familien, die durch diesen sinnlosen Krieg das wertvollste was sie besaßen, ihr Leben verloren. Wir werden den sowjetischen Soldaten für immer und ewig dafür dankbar sein und wir verneigten uns vor ihren Gräbern.
Zugleich sollte dieses Gedenken eine Mahnung an alle diejenigen sein, die zur Zeit Deutschland wieder kriegstüchtig machen wollen und damit die Gefahr für einen neuen Krieg auf deutschem Boden riskieren.
Andreas Reinicke, Hptm. a.D.