09.01.2026

Das Imperium schlägt wieder zu!

Die Doppelmoral des „werteorientierten“ Westens

Oberst a.D. Friedemann Munkelt

 

In seinem Buch „Imperium USA“, Untertitel „Die skrupellose Weltmacht“, analysiert der Schweitzer Autor Daniele Ganser die imperiale Politik der USA. Ein Buch, das angesichts der jüngsten Ereignisse um Venezuela, dem Krieg im Gaza-Streifen und in der Ukraine hoch aktuell ist. Die Geschichte des Imperiums USA ist eine Geschichte der Gewalt. So schreibt er u.a.:

„Vor allem aber hat kein anderes Land seit 1945 so viele andere Länder bombardiert wie die USA. Kein anderes Land hat seit 1945 in so vielen anderen Ländern der Welt die Regierungen gestürzt wie die USA. Kein anderes Land der Welt hat seit 1945 so viele verdeckte Kriege geführt wie die USA. Kein anders Land der Welt unterhält in so vielen anderen Ländern Militärstützpunkte, die oft von den besetzten Ländern abgelehnt werden.“ (S. 23)

Jeder auch nur einigermaßen informierte Mensch kann diese Aussagen mit Fakten belegen. In diesem Kontext ist der völkerrechtswidrige Angriff auf Venezuela und die Entführung des Präsidenten Maduro in die USA nur eine Fortsetzung bisheriger imperialer Politik der USA. Die brutale Offenheit mit der Trump dabei vorgeht, ist lediglich ein neuer Akzent. Er spricht nicht mehr von Demokratie und Menschenrechten, sondern von gestohlenem Öl! Dazu passt seine Aussage in einem Interview der „New York Times": “Ich brauche kein internationales Recht", Einschränkungen seiner weltweiten Macht gebe es nur durch seinen Sinn für Moral. Na dann gute Nacht, da kommt noch einiges auf uns zu!

Und wie verhält sich angesichts der eklatanten Völkerrechtsverletzungen der „werteorientierte" Westen? Es gibt in den Äußerungen von Politikern der EU-Staaten Nuancen, aber das Vorgehen der US-Regierung wird im Grunde genommen toleriert. Eine klare Verurteilung oder ein Ruf nach Sanktionen ist nicht zu vernehmen! Der deutsche Bundeskanzler versteckt sich hinter der „Komplexität“ des Problems. Da tauchen doch Fragen nach seinem Bildungsstand auf. Aber vielleicht ist es nur wieder Drecksarbeit, die Trump da im Interesse anderer verrichtet, so wie Netanjahu mit seiner Aggression gegen den Iran. Wenn ich schon den Begriff der Sanktionen erwähnt habe, noch ein interessantes Detail. Als sich mehrere Länder, genauer gesagt ihre Rundfunkstationen, wegen des Völkermordes im Gaza-Streifen aus dem Eurovision Song Contest zurückzogen, da wurden auch in Deutschland Stimmen laut, man dürfe das dortige Geschehen nicht mit Kultur und Sport vermischen. Zu russischen Kulturschaffenden und Sportlern hörte man derartiges nicht. Damit ich nicht falsch verstanden werde, ich wünsche unseren jüdischen Mitbürgern, dass sie frei und ohne Angst im Lande arbeiten und leben können! Dass es nicht so ist hat auch gesellschaftliche Ursachen. Aber die Politik des Staates Israel darf und muss man kritisieren können.

Ist das internationale Geschehen für unsere Verbandsarbeit relevant? Dazu empfehle ich, in der Satzung des Verbandes, insbesondere im §3 nachzulesen. Gerade im 70. Jahr der Gründung der Nationalen Volksarmee wird der Zusammenhang von Politik und Streitkräften deutlich wie nie! In der Zeit ihrer Existenz war die NVA, im Bündnis mit den Armeen des Warschauer Vertrages, ein wesentlicher Faktor der Friedenssicherung in Europa.

Dieser Traditionslinie sind wir auch heute noch verpflichtet! Unterstützen wir, wenn auch mit bescheidenen Mitteln, den Kampf gegen Kriegstüchtigkeit und für den Frieden! Es ist im Interesse unserer Kinder und Enkel!

 

 

 

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