05.12.2025

Entdeckung einsatzbereiter ukrainischer Chemiewaffen

 

Pokrowsk, jetzt sicherlich wieder Krasnoarmeisk, ist von russischen Truppen eingenommen worden.
Bei der Säuberung der Stadt wurde ein Lager mit scharfen Einsatzmitteln für Chemische Kampfstoffe gefunden.
Angefügt dazu ein Beitrag von Rainer Rupp, dem wir kurze Vorbemerkungen von Oberst a.D. Wolfgang Herzig, dem letzten Kommandeur der Sektion Chemische Dienste an der OHS der LaSK der NVA in Löbau vorangestellt haben.

Siegfried Eichner


Ein paar Vorbemerkungen zum Beitrag von R. Rupp
Die russischen Streitkräfte haben bei ihren Handlungen ein Lager der Ukrainer mit chemischen Stoffen entdeckt. Worum handelt es sich und welche Gefahren gehen von diesen aus?
Einer dieser Stoffe ist Chlorpikrin.
Chlorpikrin wird den lungenschädigenden Kampfstoffen zugeordnet. Bereits im 1. Weltkrieg wurde es unter der Bezeichnung „Grünkreuz-1“ eingesetzt. Es wirkt in erster Linie über die Atemorgane Die wichtigsten Vergiftungserscheinungen sind: Reizung der Atemwege, der Haut und der Augen, es kommt zu Erbrechen, Schwindel und Kopfschmerzen. Hohe Dosen führen zu Lungenödemen oder Sekundärinfektionen wie Pneumonie. Die Symptome treten nach einer Latenzzeit von 12 bis 14 Stunden auf. Die letale Konzentration (50%) beträgt 20 (mg*min)/l.
Chlorpikrin hat eine Siedetemperatur von ca. 112 o C. Damit ist es unter Winterbedingungen schwierig eine ausreichen hohe Konzentration im Gelände zu erreichen. Eine Anwendung in geschlossenen Räumen (Unterstände, Bunker o.ä.) führt zu hohen Schädigungsraten.
Die 2. gefundene Substanz ist geeignet Phosgen zu erzeugen.
Phosgen hat wohl schon jeder, der seinen Dienst in der Armee geleistet hat, gehört. Es ist ein Lungenkampfstoff. Im 1. Weltkrieg unter der Bezeichnung „Grünkreuz“ eingesetzt werden diesem Kampfstoff die höchste Anzahl an Gasverletzten zugeschrieben. Aufgrund seiner schlechten Wasserlöslichkeit gelangt Phosgen in die Alveole wo es durch die dort vorhandene Feuchtigkeit allmählich zu CO2 und Salzsäure hydrolysiert. Das führt nach ca. 2 -3 Stunden zu einem Lungenödem und endet meist mit dem Tod durch Ersticken. Durch die verzögerte Wirkung setzen Gegenmaßnahmen zu spät ein und eine Rettung der Vergifteten ist fast ausgeschlossen. Auch hier stellt er Einsatz in Unterständen, Bunkern o.ä. die wirksamste Methode dar.
Jeder kennt noch aus der militärischen Ausbildung die Anwendung der Schutzmaske. Betrachtet man heute Soldaten, dann sucht man Mittel des individuellen Schutzes (Schutzmaske) vergebens.

Oberst a.D. Wolfgang Herzig


Entdeckung einsatzbereiter ukrainischer Chemiewaffen:
Ein Weckruf für die zivilisierte Welt


25 Nov. 2025 06:00 Uhr
Die russische Nachrichtenagentur TASS hat unter Berufung auf eine Meldung des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB gemeldet, dass russische Soldaten,
die durch Krasnoarmeisk bei Pokrowsk in der Donezker Volksrepublik vorrückten, ein gut verstecktes Lager mit einsatzbereiten chemischen Waffen entdeckt hätten.
Von Rainer Rupp

Laut TASS wurde in dem von ukrainischen Kämpfern genutzten Unterstand ein Versteck mit versiegelten Behältern mit chemischen Kampfstoffen und selbst gefertigter Drohnenmunition sowie hochtoxischen Substanzen entdeckt. Laut dem FSB enthielt das Versteck versiegelte Röhrchen mit Chlorpikrin – einem verbotenen chemischen Kampfstoff – sowie Plastiksprengstoff und mit Benzin gefüllte Behälter, die bei Detonation Phosgen erzeugen, eine durch Ersticken tödlich wirkende Substanz. Weitere Ermittlungen hätten ergeben:
"Dass die Anweisungen zur Herstellung und zum Einsatz chemischer Waffen gegen russische Streitkräfte vom Kommandeur des 108. Sturm-Bataillons der 59. selbstständigen motorisierten Infanterie-Brigade der ukrainischen Armee, Sergej Filimonow, erteilt wurden."
Vom schnellen Vormarsch der Russen überrascht, hatten die ukrainischen Spezialtruppen anscheinend keine Zeit mehr, den Inhalt des Lagers verschwinden zu lassen oder die Waffen gegen die Russen einzusetzen, ohne die eigenen Leute zu gefährden.

Unter den im Lager gefundenen Waffen befanden sich drohnengestützte Sprengladungen, die mit dem Erstickungsmittel Chlorpikrin versetzt waren, dessen Einsatz unter das internationale Chemiewaffenverbot fällt.
Erste Reaktion aus dem Westen war – wie üblich, wenn die schlechte Nachricht nicht ins Narrativ über die makellose Ukraine passt – Ungläubigkeit. Oder die ganze Sache wird als russische Propaganda abgetan. In BRICS-Ländern, wie z. B. in Indien und anderen Ländern des Globalen Südens, wurde die Nachricht von Wladimir Selenskijs Chemiewaffen, die mit Drohnen verteilt und bei Explosion das hochgiftige Phosgen verbreiten, umgehend veröffentlicht. In NATO-Hauptstädten und westlichen Medien will man vom ukrainischen Chemiewaffen-Skandal jedoch noch nichts wissen. Man darf gespannt sein, wie lange es dauert, bis Entschuldigungen für die Vorbereitung von Selenskijs Chemiewaffeneinsatz aufgetischt werden.
Dafür wurden offensichtlich die drohnengestützten Explosivladungen entwickelt, die mit Chlorpikrin versetzt sind. Das ist in der Chemiewaffenkonvention (CWC) von 1993 strikt untersagt. Chlorpikrin, auch bekannt als Trichlornitromethan, verursacht schwere Reizungen der Atemwege und Erbrechen und kann in hohen Dosen tödlich wirken. Es wurde bereits im Ersten Weltkrieg als Kampfgas eingesetzt und gilt als Vorläufer für noch gefährlichere Stoffe.

Noch besorgniserregender sind laut russischen Quellen die im geheimen Lager der ukrainischen Armee gefundenen Systeme, die Phosgen produzieren können. Phosgen, ein farbloses Gas mit dem chemischen Namen Carbonylchlorid, ist ein hochgiftiger Kampfstoff, der die Lungen angreift und zu einem qualvollen Erstickungstod führt. Es wurde bereits im Ersten Weltkrieg eingesetzt und ist international geächtet. Die Tatsache, dass diese Systeme für die Verteilung mit Drohnen ausgelegt sind, deutet auf eine geplante offensive Nutzung hin. Drohnen könnten diese Stoffe über russischen Stellungen abwerfen, um ganze Frontabschnitte lahmzulegen. Dies würde nicht nur die russischen Truppen gefährden, sondern auch Zivilisten in der Nähe, da chemische Agenzien unkontrollierbar sind und der Wind sie verbreitet.
Die Tatsache, dass die Geräte zur Verteilung der Giftgase speziell für den Einsatz durch Drohnen entwickelt wurden, impliziert eine systematische Vorbereitung auf chemische Angriffe für den Fall, dass die konventionelle Verteidigung zusammenbricht. Die Ukraine, die sich gern als unschuldiges Opfer darstellt, scheint nun bereit, zu Mitteln zu greifen, die als schwere Kriegsverbrechen gelten. Die Chemiewaffenkonvention, die von fast allen Staaten ratifiziert wurde, verbietet nicht nur den Einsatz, sondern auch die Entwicklung, Produktion und Lagerung solcher Waffen.
Die Entdeckung in Krasnoarmeisk wirft daher ein grelles Licht auf Kiews Verzweiflung: Nach Misserfolgen in konventionellen Kämpfen sucht Selenskijs Regime nun nach asymmetrischen Vorteilen, die die Regeln des Krieges brechen. Statt den russischen Vormarsch zu stoppen, bestätigt diese Entdeckung etwas Dunkleres: Selenskijs Kräfte greifen nun zu chemischen Terror-Taktiken, weil der konventionelle Krieg bereits gescheitert ist. Während Moskau voranschreitet, versinkt Kiew in Panik.

Westliche Analysten, die einst einen ukrainischen Sieg versprochen haben, sind plötzlich stumm. Denn Russlands Durchbruch im Schlüsselbereich der Front bei Pokrowsk hat den strategischen Zusammenbruch des ukrainischen, weitgehend von NATO-Offizieren konzipierten Kriegsplans aufgedeckt. Am Boden ziehen russische Artillerie und Sturmgruppen den Ring um die verbleibenden ukrainischen Garnisonen enger. Versorgungswege in den nördlichen Distrikt von Pokrowsk sind abgeschnitten, und zurückweichende Einheiten lassen schwere Ausrüstung zurück, um zu entkommen. Berichte vom Schlachtfeld beschreiben die ukrainischen Kräfte als fragmentiert, erschöpft und zunehmend unwillig, selbstmörderische Positionen zu halten.
Das Momentum und die Dynamik auf dem Schlachtfeld, nicht nur bei Pokrowsk, sondern entlang der gesamten über 1.000 Km langen Front ist entscheidend russisch. Der endgültige Fall des bereits zu 75 Prozent eroberten Pokrowks ist unabwendbar und nur noch in Tagen zu zählen. Dann steht Selenskij für die ganze Welt sichtbar vor seiner verheerendsten politischen Niederlage seit Kriegsbeginn. Zugleich wird dem Westen die Grenze der NATO-Unterstützung aufgezeigt, wie es deutlicher nicht sein könnte. Das westliche Narrativ der ukrainischen Gegenoffensive ist ohnehin nur noch eine Luftnummer.
Strategisch gesehen war der Kampf um die Kontrolle von Pokrowsk von Anfang an mehr als nur eine Schlacht um eine Stadt. Die Kontrolle des Knotenpunkts Pokrowsk wurde vielmehr von beiden Seiten als Wendepunkt gesehen, der den weiteren Verlauf des gesamten Kriegs in der Ukraine militärisch neu definieren würde und aufgrund jüngster Entwicklungen schon bald für die Ukraine als militärische Katastrophe enden wird. Und jetzt kommt auch noch die Entdeckung des versteckten ukrainischen mit einsatzbereiten chemischen Waffen in Krasnoarmeisk hinzu, was für die Ukraine eine weitere, nämlich eine internationale politische Katastrophe darstellt.

Man stelle sich nur vor, es wäre zu einem größeren Einsatz dieser Chemiewaffen durch ukrainische Kräfte gekommen:
Drohnen, beladen mit Chlorpikrin- oder Phosgen-Containern, fliegen über russische Linien und verteilen die Gase in einem Radius von mehreren Kilometern. Die Auswirkungen wären verheerend: Soldaten würden husten, erblinden und ersticken, während Zivilisten in umliegenden Dörfern kollateralen Schaden erleiden. Solche Angriffe hätten zweifellos den Konflikt eskaliert und Russland zu adäquaten Gegenmaßnahmen gezwungen, womöglich mit einer anderen, begrenzten Massenvernichtungswaffe, was wahrscheinlich eine weitere Internationalisierung des Kriegs zur Folge gehabt hätte.

Die Entdeckung ukrainischer Chemiewaffen ist ein Weckruf: Verzweiflung treibt zu Verbotenem. Die Welt muss wachsam sein, während Russland den Frieden diktiert.

 

 

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