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Georg Schumann

kommunistischer Arbeiterführer und antifaschistischer Widerstandskämpfer
geboren 28. November 1886 in Reudnitz (bei Leipzig)
ermordet 11. Januar 1945

er Sohn eines Lithographen erlernte den Schlosserberuf. Er wurde 1905 Mitglied der SPD und des Metallarbeiterverbands, gehörte in Erfurt zu den Begründern der Arbeiterjugendbewegung und leitete 1907/12 die Gauorganisation der Thüringer Arbeiterjugend.
1912/13 besuchte er die zentrale Parteischule der SPD, danach war er Redakteur der „Oberfränkischen Volkszeitung" in Hof, 1914/16 Lokalredakteur der LVZ in Leipzig. Während des ersten Weltkriegs nahm er linke Positionen in der SPD ein und kämpfte für die revolutionäre Beendigung des imperialistischen Kriegs.
Ein Kriegsgericht verurteilte ihn zu 6 Monaten Gefängnis. 1919 gründete er die KPD-Ortsgruppe in Leipzig, Nach erneuter Haft 1919/20 war er im Raum Halle/Leipzig politisch tätig, u.a. als Chefredakteur des KPD-Bezirksorgans „Klassenkampf", 1921/24 Mitglied des Preußischen Landtags, 1921/23 Politischer Sekretär des Bezirks Halle-Merseburg, 1923/24 Mitglied der Zentrale der KPD, 1925/26 Leitungsmitglied des RGI, 1927/29 ZK-Mitglied und Politi-scher Sekretär des Bezirks Westsachsen.  Ab 1933 war er illegal tätig, u.a. als Leitungsmitglied des Bezirks Schlesien. Er wurde 1933 verhaftet und zu 3 Jahren Zuchthaus verurteilt, danach in die KZ Sachsenburg und Sachsenhausen verschleppt und erst 1939 entlassen.

Er baute in Leipzig zusammen mit O. Engert und K. Kresse die illegale Bezirksorganisation Westsachsen auf und stand an der Spitze einer großen, antifaschistischen Widerstandsorganisation, die Verbindung nach vielen Teilen Deutschlands hatte. Er gehörte 1943/44 zur operativen Leitung der KPD in Deutschland. Er wurde am 19. Juli 1944 verhaftet, am 21. November zum Tode verurteilt und in Dresden hingerichtet.

Am 01.03.1970 wurde dem Nachrichtenregiment 3 (MB-III) der Ehrenname "Georg Schumann" verliehen.

 

Quelle:
"Ihr Vermächtnis - Unsere Tat"
Material des Militärbezirkes Leipzig, 1988

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