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Fritz Weineck

Jungkommunist und legendärer „Kleiner Trompeter"
geboren 26 März 1897 in Halle
ermordet 13. März 1925

Der Arbeitersohn erlernte den Beruf eines Bürstenmachers. Er fand später in der Eisengießerei Halle Anstellung als Granatendreher. Klassenbewußte Arbeiter halfen ihm, das Wesen kapitalistischer Ausbeutung zu begreifen.
Der Rote Frontkämpferbund in Halle nahm ihn 1924 als Mitglied auf, er wurde Hornist im Spielmannszug. Fritz (eigentlich Friedrich) Weineck, der wegen seiner Diszipliniertheit und seines heiteren Wesens bei den RFB-Genossen sehr beliebt war, nahm an Agitationseinsätzen teil, half bei der Werbung von Mitgliedern für den RFB, versah Dienst, wenn es Veranstaltungen der Partei zu schützen galt. Er entwickelte sich zu einem zuverlässigen Kämpfer gegen imperialistische Willkür und für die Interessen der Arbeiterklasse.
Während eines Polizeiüberfalls auf die KPD-Kundgebung mit Ernst Thälmann, am 13. März 1925, im Arbeiterversammlungslokal „Volkspark", in Halle, gab er das Signal zum Sammeln. Dabei wurde er von einem Polizisten erschossen. Die Beisetzung der Opfer des Polizeiterrors gestalteten die Werktätigen Halles zu einer machtvollen Kampfdemonstration.
In Erinnerung an das Blutbad, bei dem 9 Arbeiter ermordet und über hundert zum Teil schwer verletzt wurden, entstand das Arbeiterlied vom „Kleinen Tompeter". Otto Gotsche setzte mit seinem Roman „Unser kleiner Trompeter" Fritz Weineck und der Arbeiterbewegung in Halle ein literarisches Denkmal.

Am 01.03.1967 wurde dem Mot.-Schützenregiment 17 (11. MSD) der Ehrenname "Fritz Weineck" verliehen.

 

Quelle:
"Ihr Vermächtnis - Unsere Tat"
Material des Militärbezirkes Leipzig, 1988

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