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Georg Stöber

kommunistischer Arbeiterfunktionär
geboren 22. Mai 1899 in Weißenfels
gestorben 22. November 1957

Georg Stöber, bereits als Jugendlicher politisch interessiert, trat 1917 den Naturfreunden und 1919 der USPD bei. 1919 nahm ihn die KPD als Mitglied auf. Er entwickelte sich zu einem standhaften Kommunisten, der mutig an den Kämpfen gegen die Faschisierung und für die Antifaschistische Aktion teilnahm. Nach der Errichtung der faschistischen Diktatur wurde er in „Schulzhaft" genommen. Danach erfüllte er zuverlässig Aufgaben in der illegalen Arbeit der Partei, so war er als Hauptkassierer des Unterbezirks Weißenfels/Naumburg tätig. Die Faschisten inhaftierten ihn 1935 erneut. Im sogenannten Mitteldeutschen Hochverratsprozeß verurteilte ihn ein Nazigericht zu 5 Jahren Zuchthaus. Er war in den Zuchthäusern Halle, Dessau und Briebo eingekerkert.

Nach der Befreiung vom Faschismus gehörte er zu den Gründern des Antifa-Ausschusses in Weißenfels. Er wirkte als Vorsitzender der Stadtleitung der KPD, später als Vorsitzender der PKK der SED-Kreisorganisation aktiv für die Stärkung der Kampfkraft der Partei und für den demokratischen Aufbau. Stöber war 1952 Landrat und 1953/57 Vorsitzender des Rates des Kreises Weißenfels und hatte großen Anteil an der Entwicklung des Territoriums. Der verdienstvolle Partei- und Staatsfunktionär verstarb an einer durch die Haft verursachten Krankheit.

Am 07.10.1972 wurde dem Flakregiment 11, später Fla-Raketenregiment 11, (11. MSD) der Ehrenname "Georg Stöber" verliehen.

 

Quelle:
"Ihr Vermächtnis - Unsere Tat"
Material des Militärbezirkes Leipzig, 1988

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