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Leo Jogiches

revolutionärer Führer des polnischen und internationalen Proletariats
geboren 17. Juli 1867 in Wilna (Vilnius, Litauen)
ermordet 10. März 1919

Leo Jogiches stammte aus einer reichen Kaufmannsfamilie und schloß sich frühzeitig der Volkstümlerbewegung Rußlands an. 1889 verhaftet und verurteilt, floh er in die Schweiz, lernte hier 1891 Rosa Luxemburg kennen und fand durch sie Anschluß an die polnische Arbeiterbewegung.
Mit ihr und J. Marchlewski gründete er 1894 die Sozialdemokratie des Königreichs Polen (1900 umbenannt in Sozialdemokratie des Königreichs Polen und Litauen, SDKPiL).
1901 gab er in Berlin ihre theoretische Zeitschrift „Sozialdemokratische Rundschau" heraus. Während der Revolution von 1905 in Rußland kämpfte er unter dem Pseudonym Tyszka zusammen mit R. Luxemburg in Warschau gegen den Zarismus. Von der zaristischen Geheimpolizei 1906 verhaftet und zu 8 Jahren Zwangsarbeit verurteilt, flüchtete er 1907. Im selben Jahr nahm er als Delegierter der SDKPiL am V. Parteitag der SDAPR teil und unterstützte die Bolschewiki.

In der Folgezeit lebte er vorwiegend in Berlin und leitete von hier aus den Vorstand der SDKPiL. Er kämpfte ab 1914 an der Seite der deutschen Linken gegen den imperialistischen Krieg, war seit 1916 Mitherausgeber der Spartakusbriefe und faktisch Leiter der Spartakusgruppe, und mit Gründung des Spartakusbundes Mitglied der Zentrale. Jogiches war Teilnehmer am Gründungsparteitag der KPD und Mitglied der Zentralen Leitung. Am 10. März 1919 wurde er verhaftet und von der Noske — Soldateska im Gefängnis Berlin - Moabit ermordet.

Am 07.10.1969 wurde dem Panzerregiment 16 (7. PD) der Ehrenname "Leo Jogiches" verliehen.

 

Quelle:
"Ihr Vermächtnis - Unsere Tat"
Material des Militärbezirkes Leipzig, 1988

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