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Rudolf Egelhofer

revolutionärer Matrose und kommunistischer Kämpfer
geboren 13. April 1896 in München
ermordet 3. Mai 1919

Als Sohn eines Dekorationsmalers in München geboren, ließ ihn seine Sehnsucht nach dem Meer mit 16 Jahren auf dem schweren Kreuzer „Victoria Luise" anheuern.
Die dünkelhafte Willkür der Offiziere und der geforderte Kadavergehorsam veranlaßten ihn, 1913 einen Fluchtversuch zu unternehmen; dieser scheiterte.
1917 wurde er wegen „Achtungsverletzung" zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt. Im Festungsgefängnis Köln-Müngersdorf erkrankte er an tuberkulöser Lungenentzündung.
Als Matrose auf dem Kreuzer „Rostock" stationiert, beteiligte er sich 1918 am Kieler Matrosenaufstand. Gemeinsam mit Albin Köbis und Max Reichpietsch wurde Rudolf Egelhofer zum Tode verurteilt, sein Urteil jedoch in lebenslange Haft umgewandelt.
Durch die Novemberrevolution befreit, trat er in seiner Heimatstadt München mit Gründung der KPD der Partei bei.

Am 14. April 1919 wurde er Vorsitzender der Militärkommission der Münchener Räterepublik, Oberkommandierender ihrer Roten Armee und Stadtkommandant.
Beim Angriff reaktionärer Freikorps und Noske-Truppen auf München geriet er am 1. Mai in die Hände der Konterrevolutionäre, die ihn brutal mißhandelten und durch Kopfschuß ermordeten.

Am 01.03.1970 wurde der Unteroffiziersschule I, dem späteren AZ-6, (MB-III) der Ehrenname "Rudolf Egelhofer" verliehen.

 

Quelle:
"Ihr Vermächtnis - Unsere Tat"
Material des Militärbezirkes Leipzig, 1988

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