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Otto Franke

kommunistischer Parteifunktionär und antifaschistischer Widerstandskämpfer
geboren 15. September 1877 in Rixdorf bei Berlin
gestorben 12. Dezember 1953

Otto Franke trat bereits während seiner Lehrzeit als Maschinenbauer 1892 der SPD und dem Metallarbeiterverband bei.
1898 beteiligte er sich an der Gründung des Transportarbeiterverbandes. 1916 organisierte er gemeinsam mit Karl Liebknecht die große Maidemonstration auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Die kaiserlichen Behörden schickten ihn nach fünfmonatiger Haft zwangsweise an die Ostfront. Im Herbst 1917 desertierte er, lebte illegal in Berlin und unterstützte die Streiks der Rüstungsarbeiter Ende Januar 1918. Er gehörte der Spartakusgruppe an, die ihn mit dem Aufbau des illegalen Kurierund Transportdienstes beauftragte. Während der Novemberrevolution war Franke ständiger Begleiter Liebknechts. Er nahm am Gründungsparteitag der KPD teil und wurde zum leitenden Sekretär für Groß-Berlin berufen. 1921 leitete er den Bezirk Ostsachsen der KPD.
Der Gründungskongreß der Roten Gewerkschaftsinternationale (1921) berief ihn zum Sekretär des westeuropäischen Sekretariats.
Im Mai 1924 wurde er verhaftet. Es gelang ihm, in die Sowjetunion zu entkommen. 1928 kehrte er nach Deutschland zurück. Nach Errichtung der faschistischen Diktatur war Franke einer der Organisatoren der illegalen Tagung des ZK am 7. Februar 1933 im Sporthaus Ziegenhals bei Berlin. Er leitete die illegale Arbeit der KPD im Kreis Beeskow, wurde im Juli 1933 verhaftet und bis Oktober 1936 im KZ gefangengehalten.

Erneut verhafteten ihn die Faschisten im November 1937, diesmal wegen illegaler Arbeit unter den beim Autobahnbau Beschäftigten. Im Auftrag der Partei emigrierte er über Prag nach London, wo ihn der englische Geheimdienst wegen antifaschistischer Tätigkeit verhaftete und internierte.
1946 kehrte er in seine Heimat zurück und nahm aktiv am Aufbau teil.

Am 01.03.1987 wurde der Geschosswerferabteilung 4 (4. MSD) der Ehrenname "Otto Franke" verliehen.

 

Quelle:
"Ihr Vermächtnis - Unsere Tat"
Material des Militärbezirkes Leipzig, 1988

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