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Hermann Danz

KPD-Funktionär und antifaschistischer Widerstandskämpfer
geboren 18. Oktober 1906 in Niederschelderhütte (Westfalen)
ermordet 5. Februar 1945

Der Sohn einer Arbeiterin erlernte in Schmalkalden das Schmiedehandwerk.  Als Siebzehnjähriger trat er der KPD bei, gründete und leitete die KJVD-Ortsgruppe.  Ende 1928 delegierte das ZK der KPD den über seine Heimatstadt hinaus bekannten Redner der Partei in die Internationale Lenin-Schule der Komintern nach Moskau.  Nach dem Studium, in dem sich Danz auch umfangreiche Russischkenntnisse angeeignet hatte, arbeitete er einige Monate als Übersetzer beim Moskauer Rundfunk.  1932 nach Deutschland zurückgekehrt, wirkte er zunächst als Instrukteur und Mitarbeiter des Sekretariats der KPD-Bezirksleitung Thüringen.  Im Februar 1933 wird Danz zum ersten Mal von den Faschisten verhaftet. Nach seiner Entlassung erhielt er von der Partei den Auftrag, die politische Tätigkeit in Magdeburg fortzusetzen.
Ab März 1933 war Danz Organisationssekretär der illegalen Bezirksleitung Magdeburg-Anhalt. Die Faschisten verhafteten ihn Ende November 1933 erneut und kerkerten ihn bis 1937 in den Zuchthäusern Luckau und Brandenburg ein.  Danach übernahm er die Leitung der Bezirksorganisation Magdeburg-Anhalt, ab 1942 gemeinsam mit Martin Schwantes. Danz war maßgeblich am Zusammenschluß aller Hitlergegner in Sachsen-Anhalt beteiligt. Der Widerstandskampf in Magdeburger Großbetrieben und verschiedenen Orten nahm an Wirkung zu.  In den letzten Kriegsjahren wirkte er an der Herausbildung der illegalen KPD-Landesleitung mit.

Im Jahre 1944 erlitt die Widerstandsbewegung einen schweren Verlust. Die Gestapo verhaftete einen großen Teil der Mitglieder der KPD-Landesleitung und der Leitungen in Sachsen, Thüringen und Magdeburg-Anhalt.  Dem faschistischen Terror fiel auch Danz zum Opfer. Am 5. Februar 1945 starb er mit seinen Kampfgefährten Martin Schwantes, Johann Schellheimer und Friedrich Rodel im Zuchthaus Brandenburg unter dem Fallbeil der Nazihenker.

Am 01.03.1972 wurde dem damaligen Flakregiment 4, später Fla-Raketenregiment 4, (4. MSD) der Ehrenname "Hermann Danz" verliehen.

 

Quelle:
"Ihr Vermächtnis - Unsere Tat"
Material des Militärbezirkes Leipzig, 1988

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