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Alfred Frank

Maler und Graphiker, antifaschistischer Widerstandskämpfer
geboren 28. Mai 1884 in Lahr (Baden)
ermordet 12. Januar 1945

Als Sohn einer kinderreichen Gärtnerfamilie erlernte der künstlerisch begabte Junge den Beruf eines Lithographen.
Nach Wanderungen durch Frankreich und Italien ließ er sich 1906 in Leipzig nieder, arbeitete hier und studierte 1912/15 und 1918/24 an der Akademie für Graphische Künste, wurde Gewerkschafts- und SPD-Mitglied.  Nach Rückkehr aus dem ersten Weltkrieg schloß er sich 1919 der KPD an und stellte seine künstlerische Tätigkeit in den Dienst der Arbeiterklasse.  Er gehörte zu den Mitbegründern der ASSO, wurde ständiger Pressezeichner der „Sächsischen Arbeiterzeitung" und entwarf massenwirksame Plakate. Seit 1927 arbeitete er als Lehrer an der Marxistischen Arbeiterschule und förderte das Laienschaffen.  Zu Beginn der Naziherrschaft mehrmals verhaftet, verbrachte er mehrere Monate hinter Gefängnismauern. Während des zweiten Weltkrieges schloß er sich der Schumann-Engert-Kresse-Organisation an.
Er entwarf Losungen, sammelte Kleidung und Lebensmittel für sowjetische Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene und verbreitete die Nachrichten des Senders „Freies Deutschland".

Er signierte, durchdrungen von tiefer Liebe zur Sowjetunion, seine Bilder mit einem roten Stern.
Neben Landschaften und Porträts schuf er vor allem Werke, die Klassenkampfthemen zum Inhalt hatten.  Am 19. Juli 1944 verhaftet, wurde er im November zum Tode verurteilt und in Dresden hingerichtet.

Am 07.10.1968 wurde dem Artillerieregiment 3 (MB-III) der Ehrenname "Alfred Frank" verliehen.

 

Quelle:
"Ihr Vermächtnis - Unsere Tat"
Material des Militärbezirkes Leipzig, 1988

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