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Johann Phillip Becker

geboren 20. März 1809 in Frankenthal (Rheinpfalz)
gestorben 9. Dezember 1886

Johann Philipp Becker, der gelernte Bürstenmacher, beteiligte sich ab 1830 an der kleinbürgerlich-demokratischen Bewegung in der Pfalz und gehörte zu den radikalsten Rednern auf dem Hambacher Fest. In die Schweiz emigriert, zeichnete er sich als Mitglied eines Divisionsstabes im Schweizer Sonderbundkrieg 1847 aus.
1848 gründete Becker eine Deutsche Legion in der Schweiz, mit der er an Aufstandsversuchen der badischen Republikaner 1848 teilnahm. Während des badisch-pfälzischen Feldzugs von 1848/49 führte er eine Division der Revolutionsarmee, die vorwiegend aus Volkswehren und Freischaren bestand. F. Engels nannte ihn den „einzigen Revolutionsgeneral, .. den wir hatten."
Nach der Niederlage der Revolution musste Becker emigrieren und schlug sich in Genf und Paris mühsam durchs Leben. 1860 schloss er sich Marx und Engels an und wurde einer ihrer engsten Freunde und ihr politischer Mitstreiter.
Im selben Jahr bildete er in Italien eine deutsche Legion zur Unterstützung Garibaldis, beteiligte sich Ende 1864 in Genf an der Gründung der ersten schweizerischen Sektion der Inter-nationalen Arbeiter assoziation, übernahm 1867 im Genfer ZK die Leitung der deutschen Abteilung und war Redakteur ihres Organs "Der Vorbote".
Er unterstützte Bebel und Liebknecht im Kampf gegen den Lassalleanismus und förderte die Gründung einer deutschen Arbeiterpartei.

Am 01.03.1967 wurde dem Pontonregiment 3 (MB-III) der Ehrenname "Johann Phillip Becker" verliehen.

 

Quelle:
"Ihr Vermächtnis - Unsere Tat"
Material des Militärbezirkes Leipzig, 1988

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