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04.03.2026

 

Nachruf
für
Andreas Maluga

Andreas Maluga - 1. Vorsitzender DDR Kabinett Bochum

1. Vorsitzender des DDR Kabinett Bochum e.V.

* 09. Juni 1963 - † 27. Januar 2026

 

Am 27. Januar 2026 hat die Welt einen besonderen Menschen verloren – Andreas Maluga, den Jungen aus dem Ruhrpott, geboren am 9. Juni 1963. Er war ein unermüdlicher Kämpfer für soziale Gerechtigkeit, und ein Freund, dessen Einfluss auf mein Leben ich als sehr wertvoll empfunden habe.
Andreas Maluga hatte eine grosse Leidenschaft für die Erhaltung der Geschichte der DDR und stellte stets die Bedeutung der sozialen Errungenschaften des Arbeiter-und Bauernstaates in den Vordergrund.

Er war ein Mensch, der großen Respekt vor den Bürgern der DDR hatte.
Er erinnerte wiederholt an den sozialen Kahlschlag und das Zurückdrängen der Arbeitnehmerrechte nach dem Anschluss der DDR an die Bundesrepublik – eine Realität, die oft vergessen wird. Seine Überzeugungen waren nicht nur politische Ansichten, sondern spiegelten auch eine tiefe Verbundenheit mit der Geschichte und den Menschen der DDR wider.

Ein prägendes Erlebnis für Andreas war seine Reise nach Nordhausen im Sommer 1990, die sich über fast zwei Jahre erstreckte. In dieser Zeit wurde er Zeuge, wie in den „Wendezeiten“ Geschichte und Lebensbiografien an vielen Orten der DDR entsorgt wurden. Er musste miterleben, wie Uniformen im Müll landeten und Alltagsgegenstände an Wert verloren. „Unzählige Literatur, Zeitschriften und Zeitungen landeten in den Papiersammelstellen“, erzählte er oft mit grossem Bedauern.
Die schnelle Anpassung der Menschen an den neuen Zeitgeist und der rasche Wechsel der Überzeugungen waren für ihn schockierend. Doch Andreas traf auch viele standhafte Genossinnen und Genossen, die mit Rückgrat und persönlichen Opfern dem Wandel entgegenstanden. Ihre Schicksale, besonders die der Angehörigen der bewaffneten Organe, berührten ihn zutiefst und ließen ihn nicht los.

Die Leidenschaft und der unermüdliche Einsatz von Andreas Maluga führten schließlich zur Gründung des DDR-Kabinetts Bochum, das am 1. März 2010 eröffnet wurde. Über 6.000 Exponate sind in dieser einzigartigen Ausstellung zu betrachten – ein lebendiges Zeugnis der Geschichte und Kultur der DDR, das er mit viel Hingabe und Engagement zusammengetragen hat. Seine Vision war es, die Geschichte der DDR für zukünftige Generationen zu bewahren und zugänglich zu machen. „Es ist erst der Anfang“, sagte er oft, während er voller Hoffnung nach größeren Räumlichkeiten in Bochum und Umgebung suchte. Als Förderverein DDR-Kabinett-Bochum e.V. setzten er und seine Mitstreiter alles daran, diese Idee weiter voranzutreiben.

Andreas Maluga kämpfte bis zum Schluss gegen das Krebsleiden, das ihm so viel abverlangte. Mit einer bemerkenswerten Würde nahm er diesen Kampf an und hoffte bis zuletzt, dass er die Chance auf Genesung erhalten würde. Es ist sehr traurig, dass ein Mensch wie er, der so viel für andere gekämpft hat, mit einer solchen Herausforderung konfrontiert wurde. Sein Verlust hinterlässt eine große Lücke in unserem Verband, unseren Herzen und in der Gemeinschaft.

Andreas Maluga wird uns als ein leidenschaftlicher Mensch, ein Vorbild und ein treuer Freund in Erinnerung bleiben. Seine Freundschaft war uns allen von unschätzbarem Wert, und wir werden die Gespräche und die gemeinsamen Erinnerungen stets in unseren Herzen tragen.
Möge sein Erbe, das DDR-Kabinett Bochum, weiterhin bestehen bleiben, denn es war sein Lebenswerk und seine Leidenschaft. Wir zollen ihm dafür Respekt, Anerkennung und aufrichtigen Dank.

 

In Trauer nehmen wir Abschied von einem außergewöhnlichen Menschen,
der Grosses schuf zu Ehren der DDR.
Ruhe in Frieden, lieber Andreas. Du wirst nicht vergessen werden.




Katja Hesse im Auftrag

des Vorstandes                                                             des Ältestenrates 
     
Herbert Prauß   Friedemann Munkelt
Oberst a.D.   Oberst a.D.
Vorsitzender     Sprecher 

 

 

 

 

 

 

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