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Grußadresse 65  Jahre Grenztruppen der CSSR

In diesem Jahr begehen unsere tschechischen Grenzschützer den 65. Jahrestag ihrer Gründung. Entsprechende Gedenkveranstaltungen und Würdigungen fanden und finden Grenzabschnitt für Grenzabschnitt statt.  Unser Verband, Vertreter der Grenzkompanie Posseck, andere Grenzer und Sympathisanten beteiligten sich an Veranstaltung der 5. Grenzbrigade der Grenzwache Cheb am 16. Juli in Krasna. Die Veranstaltung war mit ca. 170 Teilnehmern gut besucht, davon waren ca.25 deutsche Teilnehmer. Am Denkmal für die tschechischen Grenzschützer, umrahmt von zahlreichen Vereins- und Clubfahnen , wurden verdienstvolle ehemalige Grenzer und Sympathisanten mit Gedenkmedaillen ausgezeichnet. Ungebrochen war der Geist der Waffenbrüderschaft. Aufmerksam wurde unsere Grußadresse entgegengenommen. Einige Bilder sollen einen Eindruck von der Atmosphäre der Veranstaltung vermitteln.

 

Verband zur Pflege der Traditionen der
Nationalen Volksarmee und der Grenztruppen der DDR

 

An die Teilnehmer des internationalen Treffens anlässlich des 65. Jahrestages der
Verabschiedung des Gesetzes zum Schutz der Staatsgrenze der CSSR

Sehr geehrter Genosse Armeegeneral Vacek,
liebe Genossen und Freunde des Klubs der Tschechischen Grenzgebiete,

im Namen des Vorstandes, des Ältestenrates und aller Mitglieder des „Verbandes zur Pflege der Traditionen der Nationalen Volksarmee und der Grenztruppen der DDR“ gratuliere ich zum 65. Jahrestag der Verabschiedung des Gesetzes zum Schutz der Staatsgrenze der Tschechoslowakischen Republik.

Es ist eine gute Tradition, dass wir Höhepunkte im Leben unserer Völker und Staaten gemeinsam begehen.
Mit Freude haben wir die Einladung zu der heutigen Veranstaltung erhalten. Herzlichen Dank dafür.
Jahrestage wie dieser sind Anlass, Rückschau zu halten und an die Geschichte zu erinnern.

Wenige Jahre nach Beendigung des 2. Weltkrieges setzten revanchistische Kreise der Westmächte erneut auf Krieg, um die Ergebnisse des 2. Weltkrieges zu revidieren und die sozialistische Entwicklung in unseren Ländern zu verhindern.
Daraus ergab sich unter anderem die Notwendigkeit, Maßnahmen für den verstärkten Schutz der Staatsgrenze einzuleiten. Euer Grenzgesetz bildete dafür die rechtliche Grundlage.
In den folgenden Jahren vollbrachten die Grenzschützer beim Ausbau und dem Schutz der Staatsgrenze hervorragende Leistungen, die es dem westlichen Gegner nicht gestatteten, ihre aggressiven Ziele zu verwirklichen.
Die Armeen und die Grenztruppen der Staaten des Warschauer Vertrages sicherten gemeinsam in enger Waffenbrüderschaft eine Land- und Seegrenze, die vom Schwarzen Meer bis zur Ostsee verlief.
Es ist und bleibt ein historisches Verdienst, dass damit ein entscheidender Beitrag zur Erhaltung des Friedens geleistet wurde. Wir sind stolz, solche Waffenbrüder an unserer Seite gehabt zu haben.

Wir erinnern uns gern an die Entwicklung an der Staatsgrenze zwischen der CSSR und der DDR. Eine Staatsgrenze, die immer mehr das Trennende verlor und an der das Verbindende in den Mittelpunkt der Handlungen gestellt wurde. Gemeinsam überwachten wir diese Grenze und sorgten für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen. In den Jahren des Dienstes entwickelten sich kameradschaftliche Beziehungen und Freundschaften, die bis in die heutige Zeit reichen.
Wir sind froh darüber, dass die langjährigen Traditionen der Grenzer und ihrer Verbündeten auch in der heutigen schweren Zeit weiter leben und bewahrt werden.
Freundschaftlichen Begegnungen auf allen Ebenen zeugen davon. Freundschaft und Waffenbrüderschaft sind nicht durch Verleumdung seitens unserer Gegner auszulöschen.

Wir wünschen den Genossen und Freunden des Klubs der tschechischen Grenzgebiete und ihren Familien beste Gesundheit, Schaffenskraft und viel Erfolg bei ihrer anspruchsvollen Tätigkeit.

 

Mit solidarischen Grüßen

Theodor Hoffmann
Admiral a.D.

Berlin, den 16. Juli 2016